Palästinensische Autonomiegebiete, Bethlehem: Pierbattista Pizzaballa (M), Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, bei seiner Ankunft vor der Geburtskirche in Bethlehem.
Palästinensische Autonomiegebiete, Bethlehem: Pierbattista Pizzaballa (M), Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, bei seiner Ankunft vor der Geburtskirche in Bethlehem.

25.12.2018

Erzbischof Pizzaballas Weihnachtbotschaft "Kommt nach Bethlehem!"

In der Geburtstadt Jesu haben die Christen das Weihnachtsfest begonnen. Der Jerusalemer Patriarchatsleiter Erzbischof Pierbattista Pizzaballa lud die Menschen nach Bethelhem ein. Die Christen im Heiligen Land mahnte er, dort zu bleiben. 

Weihnachten ist nach den Worten des Jerusalemer Patriarchatsleiters, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, eine Einladung zu Offenheit und Gastfreundschaft. "In dieser Nacht, im Feiern der Geburt Christi in Bethlehem, verkünden wir zusammen mit den Engeln Liebe für dieses Land, für seine Städte", sagte das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land in seiner Predigt in der Mitternachtsmesse in der Katharinenkirche in Bethlehem.

Die Geburt Christi sei die Einladung Gottes, nach Bethlehem zu gehen. Die Geburt Jesu in Bethlehem sei "nicht nur eine historisch-geographische Angabe, sondern eine göttliche Wahl", so Pizzaballa. Gott liebe die Städte der Menschen. Wer deshalb das Evangelium oder die christliche Präsenz auf private Grenzen begrenzen wolle, habe den Willen Gottes nicht verstanden. Vielmehr wolle die Menschwerdung Gottes "in uns eine Art 'politische Leidenschaft' entzünden" und "die Sorge für die Stadt und das Land, in dem wir leben wecken", so der Italiener.

"Bleibt im Heiligen Land"

Christen müssten daher als "Architekten des Friedens" und "Propheten der Hoffnung überzeugte und überzeugende Zeugen des Teilens und des Dialogs" sein. Für die einheimischen Christen bat Pizzaballa angesichts der schwierigen Lage um Hilfe, um im Heiligen Land bleiben zu können.

"Denn unsere Städte ohne Christen werden noch ärmer sein und unsere Christen drohen ohne ihre Städte ihren Weg zu verlieren", so der Patriarchatsleiter wörtlich. "Wir wollen nicht länger wegen Ablehnung, extremer Armut und den vielen Leiden, die unser Volk leidet, weinen.

So wird Weihnachten in Bethlehem gefeiert

Die Weihnachtsfeierlichkeiten begannen am Mittag mit dem traditionellen feierlichen Einzug des Patriarchatsleiters in Bethlehem. In einem Konvoi von Kirchenvertretern fuhr Pizzaballa von der Jerusalemer Altstadt zur Geburtsbasilika. Den Weg durch die Bethlehemer Altstadt legte der Norditaliener dabei anders als seine Vorgänger zu Fuß zurück.

Anschließend zog das Katholikenoberhaupt in einer Prozession in die katholische Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika. Dort feierte Pizzaballa um Mitternacht die zentrale Christmette. Anschließend legt er in einem traditionellen Ritus eine Figur des Jesuskindes auf jene Stelle, an der die Geburt Christi verehrt wird.

Die Weihnachtsfeiern in Bethlehem enden am 19. Januar mit den Feiern der orthodoxen Armenier.

(KNA)

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