Der emeritierte Weihbischof Manfred Melzer
Der emeritierte Weihbischof Manfred Melzer
Sr. Elisabeth Biela
Sr. Elisabeth Biela
Weihbischof Melzer in St. Bruno Klettenberg
Weihbischof Melzer in St. Bruno Klettenberg
Sr. Elisabeth (2.v.l.) mit ihren Mitschwestern
Sr. Elisabeth (2.v.l.) mit ihren Mitschwestern

13.08.2018

Erinnerung an Weihbischof em. Melzer Er war "ne leeve Jung"

Die deutsche Regionaloberin der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika erinnert sich an den verstorbenen emeritierten Kölner Weihbischof Manfred Melzer. Er wird am 20. August im Kölner Dom beigesetzt, um 11 Uhr beginnen die Exequien.

DOMRADIO.DE: In welchem Verhältnis standen Sie zu Bischof Melzer?

Schwester Elisabeth Biela (Deutsche Regionaloberin der Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika): Bischof Melzer war ja der Beauftragte für Frauenorden in der Erzdiözese Köln. In diesem Rahmen haben wir uns öfter bei Versammlungen der Ordensoberinnen getroffen.

DOMRADIO.DE: Sie sind gebürtige Kölnerin und haben Manfred Melzer als unkompliziert und herzlich beschrieben – obwohl er Solinger war. Ist der Kölner Funke ein bisschen auf ihn übergesprungen?

Schwester Elisabeth: Dass er Solinger ist, macht ja nichts. Wir als Missionare nehmen ja jeden Menschen an. Ich glaube, der kölsche Funken ist auf jeden Fall übergesprungen. Wenn ich es auf Kölsch sagen müsste, habe ich ihn immer als einen "leeven Jung" empfunden. Das ist für einen Kölner ein großes Kompliment.

DOMRADIO.DE: Gibt es ein Erlebnis mit Bischof Melzer, an das Sie sich gerne erinnern?

Schwester Elisabeth: Ja. Vor sechs Jahren sind 16 Schwestern von Trier nach Köln ins Betreute Wohnen der Caritas St. Bruno umgezogen, da wir unser deutsches Mutterhaus schließen mussten. Da haben sich 16 Plätze auf einmal für uns gefunden. Kurz darauf hatte Weihbischof Melzer seine Visitation in St. Bruno. Er wollte nur eine einzige Heilige Messe in der Gemeinde feiern, und zwar im Altenheim St. Bruno –  denn er hatte vor, die Missionsschwestern Unser Lieben Frau von Afrika als neue Gruppe offiziell in der Erzdiözese Köln zu begrüßen, somit auch die Gemeinschaft offiziell im Bistum zu errichten.

Das hat er mit so viel Freude so schön für uns alle gemacht. Er hat sich auch nachher noch für uns Schwestern Zeit genommen, hat sich mit uns auf eine Tasse Kaffee hingesetzt. Auch mit den Mitarbeitern unserer Einrichtung hat er sich wirklich ausgezeichnet unterhalten. Das war wirklich ein schönes Erlebnis und das habe ich auch schon öfters weitergegeben.

DOMRADIO.DE: Wenn es um die Zukunft der Kirche ging, dann wünschte sich der emeritierte Weihbischof, dass das Evangelium gelebt werden solle. Man müsse erst das Leben sehen und dann die Lehre. Hat sich das nach Ihrer Erfahrung auch in seinem Leben so widergespiegelt?

Schwester Elisabeth: Ich glaube ja. Ich habe ihn nie als einen "Paragraphenfuchser" kennengelernt. Er war wirklich offen für die Menschen und hat sich gefragt, was ist jetzt gerade wichtig für den Menschen vor mir. Ich habe mit ihm in der Unterkommission "missio" der Deutschen Bischofskonferenz zusammengearbeitet. Auch da hat er immer wieder eine zu den Menschen zugewandte Position behalten. Ihm ging es wirklich um den Menschen und weniger um die Dogmen.

DOMRADIO.DE: Wann haben Sie ihn denn das letzte Mal erlebt?

Schwester Elisabeth: Ich hab ihn im Dom getroffen und da haben wir uns dann nochmal kurz und sehr nett nach der Heiligen Messe unterhalten.

Das Gespräch führte Uta Vorbrodt.

(DR)

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