Kardinäle Grech und Gregory nehmen Titelkirchen in Besitz

Nach Aufnahme in das Kardinalskollegium

Die Kardinäle Mario Grech und Wilton Gregory nehmen in den nächsten Tagen ihre römischen Titelkirchen in Besitz. Dies teilte der Vatikan am Donnerstag der Öffentlichkeit mit. Es handelt sich dabei in erster Linie um einen symbolischen Akt.

Hände von Kardinälen / © Katharina Ebel (KNA)
Hände von Kardinälen / © Katharina Ebel ( KNA )

Der 64-jährige Grech feiert am Sonntagabend eine Messe in der Basilika Santi Cosma e Damiano in der Nähe des Forum Romanum. Der 73-jährige Gregory folgt am Montagmittag mit einer entsprechenden Zeremonie in der Kirche Immacolata Concezione di Maria a Grottarossa im Norden der Stadt.

Titelkirche erinnert an Zugehörigkeit zum stadtrömischen Klerus

Bei ihrer Aufnahme ins Kardinalskollegium durch den Papst erhalten alle neuen Mitglieder eine Kirche als Titelsitz in Rom. Das erinnert daran, dass die Kardinäle ursprünglich aus dem stadtrömischen Klerus stammten. Ebenso unterstreicht es ihre enge Bindung an den Papst als Bischof von Rom, dessen engste Mitarbeiter und Berater sie mit der Aufnahme in den Kirchensenat werden. Auch wurden die Päpste früher vom Klerus Roms gewählt.

Sowohl der Malteser Grech, Generalsekretär der Bischofssynode, als auch der US-Amerikaner Gregory, Erzbischof von Washington, waren von Franziskus Ende 2020 ins Kardinalskollegium aufgenommen worden.

Übernahme in erster Linie von symbolischer Bedeutung

Die Übernahme eines römischen Titelsitzes durch die Kardinäle hat in erster Linie symbolische Bedeutung. Der Titelherr erhält kein neues Amt, für die Seelsorge in dem Gotteshaus bleibt weiterhin der jeweilige Pfarrer oder Kirchenobere zuständig. In der Regel feiert der Kardinal aber gelegentliche Gottesdienste in seiner Titelkirche und unterstützt ihre Arbeit.


Quelle:
KNA
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