Papst Franziskus (l) und Scheich Ahmed al-Tayyeb am 5. Februar in Abu Dhabi
Papst Franziskus (l) und Scheich Ahmed al-Tayyeb am 5. Februar in Abu Dhabi

12.09.2019

Katholisch-islamisches Komitee konstituiert sich im Vatikan Menschliche Brüderlichkeit

Im Vatikan ist an diesem Mittwoch ein neues internationales katholisch-islamisches Komitee zur Förderung des interreligiösen Dialogs ins Leben gerufen worden. Das Gründungsdatum am 11. September war dabei nicht zufällig gewählt.

Die Gruppe will laut Vatikan dazu beitragen, das "Dokument über menschliche Brüderlichkeit" zu verbreiten und umzusetzen, das Papst Franziskus und der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmad Al-Tayyeb, am 4. Februar in Abu Dhabi unterzeichnet haben.

Der 11. September als Jahrestag der Anschläge in den USA wurde bewusst als Tag der ersten Sitzung gewählt, hieß es. Es gelte, "Leben und Geschwisterlichkeit aufzubauen, wo andere Tod und Zerstörung säten".

"Tag der menschlichen Brüderlichkeit" vorgeschlagen

Als erste Initiative will die Gruppe aus vatikanischen und ägyptischen sowie arabischen Fachleuten den Vereinten Nationen einen "Tag der menschlichen Brüderlichkeit" vorschlagen. Dieser sollte jährlich zwischen dem 3. und 5. Februar begangen werden. In diesem Zeitraum hatte Franziskus dieses Jahr als erster Papst die Arabische Halbinsel, das Mutterland des Islam, besucht und dabei die Erklärung zur Brüderlichkeit unterzeichnet.

Papst Franziskus begrüßte das Komitee zu Beginn seiner Sitzung im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Anschließend traf der Substitut des vatikanischen Staatssekretariats, Edgar Pena Parra, die Mitglieder.

Das nächste Treffen des Komitees ist für den 20. September in New York angesetzt. Eine Erweiterung durch Vertreter weiterer Religionen ist geplant.

Bisher siebenköpfiges Komitee

Dem bisher siebenköpfigen Komitee gehören katholischerseits der Präsident des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog, Erzbischof Miguel Angel Ayuso, und Yoannis Lahzi Gaid, persönlicher Sekretär des Papstes, an. Die Al-Azhar-Universität in Kairo wird durch ihren Präsidenten Mohamed Husin Abdelaziz Hassan sowie Mohamed Mahmoud Abdel Salam, Richter und ehemaliger Berater des Großimams Al-Tayyeb, vertreten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, wo das Dokument zur Brüderlichkeit unterzeichnet wurde, sind vertreten durch Kulturminister Mohamed Khalifa Al Mubarak, den Schriftsteller und Journalisten Yasser Said Abdulla Hareb Almuhairi sowie Sultan Faisal Al Khalifa Alremeithi, Generalsekretär des muslimischen Ältestenrates, den Franziskus in Abu Dhabi getroffen hatte.

(KNA)

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