Erzbischof Georg Gänswein ist neuer Schirmherr der Priesterausbildungshilfe
Erzbischof Georg Gänswein ist neuer Schirmherr der Priesterausbildungshilfe
Erzbischof Georg Gänswein während seiner Ansprache als neuer Schirmherr
Erzbischof Georg Gänswein während seiner Ansprache als neuer Schirmherr
Der Vorstandsvorsitzende der Priesterausbildungshilfe, Prof. Stefan Mückl begrüßt Erzbischof Georg Gänswein als neuen Schirmherrn des Hilfswerks
Der Vorstandsvorsitzende der Priesterausbildungshilfe, Prof. Stefan Mückl begrüßt Erzbischof Georg Gänswein als neuen Schirmherrn des Hilfswerks
Erzbischof Georg Gänswein
Erzbischof Georg Gänswein
Der Stipendiat Eric Boateng Asare aus Ghana berichtet von seinem Berufungsweg
Der Stipendiat Eric Boateng Asare aus Ghana berichtet von seinem Berufungsweg

16.03.2019

Erzbischof Gänswein: Priesterberuf kein Auslaufmodell "Wichtig in und für die Gesellschaft"

Erzbischof Georg Gänswein fordert eine intensivere Ausbildung und Begleitung junger Priester. Zugleich verteidigte er den Zölibat. "Der bewusste Verzicht auf die Ehe zeigt mit den Charakter, den ein Priester mitbringen muss".

In einem Festakt hat die Priesterausbildungshilfe e. V. am Abend des 16. März Erzbischof Georg Gänswein als neuen Schirmherrn eingeführt. Vor fast 100 Unterstützern des katholischen Hilfswerks begrüßte der Vorsitzende Prof. Dr. Stefan Mückl den Erzbischof als Nachfolger des im Juli 2017 verstorbenen Joachim Kardinal Meisner auf der Bonner Godesburg.

"Wir freuen uns, nach dem schmerzhaften Verlust Kardinal Meisners, Sie, Herr Erzbischof, als seinen Nachfolger gewonnen zu haben," sagte Prof. Mückl bei der Überreichung der kunstvoll gestalteten Urkunde über die Schirmherrschaft. Erzbischof Gänswein ist der Priesterausbildungshilfe seit Jahren verbunden. Als ehemaliger Professor an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom kennt er die Ausbildung, die die Stipendiaten erwartet, gut. Er habe die Päpstliche Universität als einen Ort mit hohem wissenschaftlichen Niveau erlebt und als einen Ort, an dem Studierende und Lehrende in ein und derselben Welt zu Hause seien, nur mit verschiedenen Aufgaben. "Das schenkt Vertrauen und Perspektive für die spätere Aufgabe," betonte der Erzbischof und zeigte sich besorgt, dass heute diese Perspektive allzuoft ins Ungewisse gestellt würde. Wer nicht überzeugt sei, dass die dem Priester angemessene Lebensform die ist, die heute besteht, sei besser daran kein Priester zu werden. "Es ist besser, er geht nicht ins Ungewisse, sondern macht etwas anderes." Mehr denn je brauche die Kirche fest im Glauben stehende, wissenschaftlich und theologisch fundierte, weltzugewandte Priester. "Deren Ausbildung zu unterstützen, ist mir ein Herzensanliegen." So seien die Stipendien wie das Saatgut im Weinberg des Herrn. Dieser Same könne dann im Seminar aufgehen und später Frucht bringen zu Gunsten der Gläubigen.

Dass die Spenden an das Hilfswerk ihren Zweck erfüllen, bestätigte am Abend das Zeugnis des Stipendiaten Eric Boateng Asare aus Ghana. Im Zuge der Ausbildung im Priesterseminar seiner Heimatdiözese bewies Asare ein besonders Talent zu lehren. An der Universität Santa Croce konnte er als Multiplikator fortgebildet werden. "Ohne großzügige Menschen wie Sie und die Priesterausbildungshilfe wäre das nicht möglich gewesen," betonte der Stipendiat, der aktuell seine Promotion anfertigt. "Das Miteinander mit den vielen Priestern und Laien aus aller Welt, die sich für das Wohl der Kirche und der Menschen einsetzen, hat mich in meinem Wunsch bestärkt, selbst auch anderen zu helfen." Nach seinem Studium wird er nach Ghana zurückkehren, um im Priesterseminar Philosophie zu lehren. Außerdem plant er, für seine Erzdiözese Ausbildungskurse für Jugendliche zu initiieren, in denen sie ihre persönlichen Talente und Grenzen sowie die Beziehung zwischen Mensch, Gott und der Welt entdecken und entfalten können.

Die Priesterausbildungshilfe e.V. wurde 1991 in Köln gegründet, um Priesternachwuchs aus aller Welt zu fördern. Die Ausbildungsmittel der Diözesen und kirchlicher Institutionen in strukturschwachen Regionen der Welt reichen vielfach nicht aus, um ein Studium in Rom zu finanzieren. Ziel der gemeinnützigen Priesterausbildungshilfe e.V. ist die Vermittlung von Ausbildungsstipendien für Seminaristen und für Priester in Weiterbildung, die im Auftrag ihrer Bischöfe an der Päpstlichen Universität Santa Croce studieren wollen, um ihre akademische Ausbildung international zu vertiefen, ihren Glauben noch fundierter kennenzulernen und ihn so authentischer weitergeben zu können. Im akademischen Jahr 2017/2018 konnten 34 Stipendien an Kandidaten aus 16 Ländern vergeben werden. Sie kommen vornehmlich aus den ärmsten Regionen der Welt und aus Regionen, in denen das Christen verfolgt werden, z. B. Nigeria, China, Indonesien oder Vietnam.

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