Edgar Pena Parra
Edgar Pena Parra

15.10.2018

Erzbischof Pena Parra wird Substitut des vatikanischen Staatssekretariats An der Schnittstelle

Die Bezeichnung "Substitut" klingt nach Ersatzspieler. Doch ab diesem Montag wird der venezolanische Erzbischof Pena Parra eine Schlüsselposition im Vatikan einnehmen – einen für die Kurienreform sehr wichtigen Posten.

Als "Substitut für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats", so der volle Titel, setzt Papst Franziskus Erzbischof Edgar Pena Parra (58), bisher Apostolischer Nuntius in Mosambik, quasi an das Kommunikationsscharnier zwischen seinen unmittelbaren, persönlichen Mitarbeitern und dem Kurien-Apparat. Für seine Kurienreform ein eminent wichtiger Posten.

Geboren wurde Pena am 6. März 1960 in Venezuelas zweitgrößter Stadt, der 5-Millionen-Metropole Maracaibo. Am 23. August 1985 zum Priester geweiht, spezialisierte er sich in Kirchenrecht und trat am 1. April 1993 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Nach Stationen in Kenia und Jugoslawien – zu den sieben Sprachen, die Pena laut Vatikan spricht, gehört auch Serbokroatisch –, war er bei den UN-Organisationen in Genf, in Südafrika, Honduras und Mexiko tätig.

Schwer einzuordnen

Nach der Weihe zum Titularerzbischof von Telepte, einem untergegangenen Bistum im heutigen Tunesien, wurde er von Benedikt XVI. 2011 zum Nuntius in Pakistan ernannt. Erfahrungen dort teilt er übrigens mit dem deutschen Vatikandiplomaten Erzbischof Michael Koch, der von 2008 bis 2012 in Islamabad tätig war. Im Februar 2015 versetzt Franziskus Pena nach Mosambik.

Versuche, den bisher einzigen venezolanischen Nuntius kirchenpolitisch oder theologisch einzuordnen, gibt es kaum. Das ist auch schwierig bei jemandem, der als Diplomat mit eigener Meinung hinter dem Berg halten soll. Allenfalls der eher konservative Vatikanbeobachter Edward Pentin meinte, aus Mittelamerika gehört zu haben, Pena sei ein Mann des honduranischen Kardinals Oscar Rodriguez Maradiaga. Aber das bedeutet zunächst nichts. Franziskus vertraut Pena und besetzt eine Schlüsselposition der Kurie mit einem Mann, der seine Muttersprache spricht.

Direkter Zugang zum Papst

Lange war darauf gewartet und gerätselt worden, wer Nachfolger von Angelo Becciu (70) werde, den Erzbischof aus Sardinien, den Franziskus zum Kardinal ernannte und Ende Juni an die Spitze der Heiligsprechungskongregation versetzte. In diplomatischen Kreisen gilt Becciu als verlässlicher Ansprechpartner. Die Erwartungen an den Neuen, dessen Ernennung der Vatikan am 15. August bekanntgab, sind entsprechend hoch.

Pena ist übrigens der zweite Lateinamerikaner auf dem Posten des Substituten; von 2000 bis 2007 war dies der Argentinier Leonardo Sandri. Entscheidend geprägt hat diesen Aufgabenbereich aber von 1937 bis 1952 Erzbischof Giovanni Battista Montini. Als Paul VI. stemmte er später die erste große Kurienreform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).

Der Substitut wird gelegentlich als vatikanischer "Innenminister" bezeichnet, weil er die Zusammenarbeit aller Kurienbehörden koordinieren soll sowie ständigen, direkten Zugang zum Papst hat. Zudem organisiert sein Büro die Apostolischen Reisen des Papstes und ist für die Verwaltung der Nuntiaturen zuständig.

(KNA)

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