In Deutschland hat Leitungswasser eine gute Qualität
Sauberes Trinkwasser aus der Leitung - für viele Menschen nicht selbstverständlich.

11.10.2018

Vatikan-Konferenz zu Trinkwasser Gibt es ein Menschenrecht auf Wasser?

Fast eine Milliarde Menschen sollen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Dabei wird der Zugang zu Trinkwasser seit einigen Jahren zum Teil als Menschenrecht betrachtet. Wie die Wasserversorgung verbessert werden kann, ist bald Thema im Vatikan.

Trinkwasser als Menschenrecht ist Thema einer Konferenz im Vatikan am 8. November. Bei dem Treffen an der Päpstlichen Universität Urbaniana, das von der Vatikanbehörde für Entwicklungsfragen organisiert wird, soll es neben rechtlichen und entwicklungspolitischen Themen auch um Umweltschutz- und Gesundheitsaspekte gehen, wie das vatikanische Presseamt (Donnerstag) mitteilte.

Als Redner werden unter anderen der UN-Sonderberichterstatter zum Menschenrecht auf Wasser, Leo Heller, und Frederic Van Heems, Manager beim internationalen Trinkwasserkonzern Veolia Eau, erwartet. Zu den Teilnehmern zählen den Angaben zufolge auch Vertreter der Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Berichterstatter aus Ländern mit Trinkwassermangel.

Ist er Zugang zu Wasser ein Menschenrecht?

Seit dem 28. Juli 2010 ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein Menschenrecht. Die entsprechende Resolution 64/292 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) angenommen. Von den 193 Mitgliedstaaten votierten 122 für die Resolution.

Anders als aber etwa Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates sind solche der Generalversammlung meistens rechtlich nicht verbindlich; können also auch nicht eingeklagt werden. Aus anderen Völkerrechtsquellen wird zum Teil aber der Schluss gezogen, dass das "Recht auf Zugang zu sauberem Wasser" als Bestandteil des Gewohnheitsrechts verbindlich sein soll. Ungeachtet dieser Diskussion hat die UNO-Resolution einen hohen politischen Stellenwert. 

Argumente gegen Wasser als Menschenrecht

Dass der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht sein soll, ist derweil umstritten. Kritiker wenden zum Beispiel ein, dass ein "internationales Recht auf Wasser" praktisch nicht existiere und der UNO-Beschluss deswegen nicht relevant sei. Außerdem sei die Resolution zu schwammig und ungenau formuliert.

Andere lehnten den Beschluss aus finanziellen Gründen ab: Denn mit der Resolution geht auch die Verpflichtung einher, die Wasserversorgung im eigenen Land zu verbessern – eine Pflicht, die sich viele Staaten nicht leisten können. 

(DR, KNA)

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