Vatikan möchte Korruption bekämpfen
Korruption bekämpfen

22.08.2018

Interreligiöse Initiative mobilisiert zum Kampf gegen Korruption "Korruption ist wie Krebs"

Spitzenvertreter aus Vatikan und Weltkirche haben zu einem umfassenden Kampf gegen alle Formen von Korruption aufgerufen. Korruption töte die Gesellschaft, sagte etwa Papstberater Oscar Rodriguez Maradiaga zum Abschluss eines Arbeitstreffens.

"Korruption ist wie Krebs, der die Gesellschaft tötet", sagte der honduranische Kardinal und Papstberater Oscar Rodriguez Maradiaga am Dienstagabend bei einer Veranstaltung zum Abschluss eines zweitägigen Arbeitstreffens der interreligiösen Initiative "Ethics in Action" beim Tiroler "Forum Alpbach". Dazu waren in Alpbach hochrangige Vertreter aus Weltreligionen, Wirtschaft und Philosophie sowie Anti-Korruptionsexperten zusammengekommen.

"Wir wissen, was zu tun wäre – aber es wird nicht gemacht"

Bloß korrupte Regime verantwortlich zu machen, reicht aus Sicht des nigerianischen Kardinals John Onaiyekan nicht aus. "Es wäre für korrupte Machthaber nicht möglich, Milliarden aus Staatskassen zu entwenden, wenn sie das Geld nicht irgendwo verstecken könnten", spielte er auf Steueroasen und Konten internationaler Banken an. "Wir wissen, was zu tun wäre – aber es wird nicht gemacht", monierte der Kardinal fehlenden politischen Willen.

Onaiyekan setzt auf "Graswurzelbewegungen", um die Dinge vor Ort zu verändern. Als Schlüssel dazu sieht er die jüngere Generation. In seinem Heimatland Nigeria machten die unter 35-Jährigen mittlerweile die Bevölkerungsmehrheit aus. Sie müssten sich zusammenschließen, für Veränderung eintreten und so Druck auf die herrschende Elite aufbauen.

Initiative unter Eindruck der Umweltenzyklika "Laudato si"

Große Machtfülle erzeuge auch große Korruption, sagte der Wirtschaftsprofessor und UN-Sonderberater für die nachhaltigen Entwicklungsziele Jeffrey Sachs. Korruption verursache "riesige Kosten für die Gesellschaft". Daher zähle der Kampf gegen Korruption und Bestechung in all ihren Formen auch zu den Zielen des UN-Aktionsplans für nachhaltige Entwicklung ("Sustainable Development Goals"). "Wir werden der Korruption kein Ende machen können; aber es gibt so viel davon, es ist nicht so schwer, sie zu reduzieren", sagte Sachs in Alpbach.

Die Initiative "Ethics in Action" war 2016 unter dem Eindruck der im Jahr zuvor veröffentlichten Umwelt- und Sozialenzyklika "Laudato si" gestartet worden. Papst Franziskus mahnt darin, "die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen".

(KNA)

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