Piusbrüder beschäftigen Papst Franziskus
Piusbrüder beschäftigen Papst Franziskus
Piusbrüder
Piusbrüder

12.01.2018

Piusbrüder wählen im Juli ihren Generaloberen Wahlen bei der Piusbruderschaft

Die traditionalistischen Piusbruderschaft wählt im Juli ihren Generaloberen. Beim insgesamt vierten Generalkapitel im schweizerischen Econe vom 11. bis 21. Juli werden auch dessen zwei Assistenten bestimmt.

Das berichtet die französische Zeitung "La Croix" (Freitag). Das Generalkapitel der Piusbruderschaft tagt nur alle zwölf Jahre. Es werden grundsätzliche Fragen besprochen und entschieden. Seit 1994 steht der Schweizer Bischof Bernard Fellay (59) an der Spitze.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründet. Sie lehnt viele Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Seit 1988 ist sie von Rom getrennt. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) nahm 2009 Aussöhnungsgespräche auf. Im Frühjahr 2012 kam der Prozess scheinbar zum Stillstand, da die Traditionalisten die Unterzeichnung eines lehrmäßigen vatikanischen Dokuments ablehnten.

Papst Franziskus signalisierte den Piusbrüdern Entgegenkommen

Zum Jahr der Barmherzigkeit signalisierte Papst Franziskus den Piusbrüdern Entgegenkommen. Im September 2015 erließ er eine Anordnung, die während des Heiligen Jahres allen Gläubigen gestattete, bei Priestern der Bruderschaft gültig und legitim zu beichten - verbunden mit der Hoffnung, dass «in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen». Im November

2016 verlängerte der Papst die Anordnung. Zuvor, im April 2016, hatte er sich erstmals mit Fellay zu einem persönlichen Gespräch im Vatikan getroffen.

(KNA)