Weltweit werden Christen verfolgt
Vatikan sorgt sich um Christen im Irak
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin

28.09.2017

Vatikan zu Entwicklungen im Nordirak Sorgenvoller Blick

Der Chefdiplomat des Papstes hat sich nach dem Unabhängigkeitsreferendum besorgt über die Entwicklungen im Nordirak geäußert. Der Heilige Stuhl verfolge die Angelegenheit "sehr aufmerksam" - und fordert gleiche Rechte für Christen.

Die augenblicklichen Spannungen dienten nicht dazu, "jene Bedingungen des Friedens und der Versöhnung zu schaffen, die für das Land nötig sind", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Donnerstag laut dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR.

In einer rechtlich nicht bindenden Volksabstimmung am Montag in der autonomen Kurdenregion im Nordirak hatten sich laut der Wahlkommission in Erbil 92,3 Prozent für eine Unabhängigkeit ausgesprochen. Das Referendum fand trotz eines Verbots der Zentralregierung in Bagdad statt. Am Mittwoch wies die irakische Luftfahrtbehörde ausländische Fluggesellschaften an, Verbindungen in die Autonomiegebiete von Freitag an auszusetzen.

Vatikan fordert gleiche Rechte für Christen im Irak

Zudem warnt der Vatikan vor einer Ghettoisierung der Christen in der Nahostregion. Christen, die in die vom IS befreiten Gebiete im Irak zurückkehrten, müssten die gleichen Rechte haben wie alle anderen Bürger, sagte Parolin weiter.

Angehörige christlicher Kirchen dürften im Nahen Osten und im Irak "nie eine geschützte Minderheit werden". Darauf werde der Heilige Stuhl "bestehen".

Veranstaltung in Rom

Parolin, zweithöchster Repräsentant des Heiligen Stuhls nach dem Papst, äußerte sich in Rom am Rand einer Veranstaltung zu Hilfen für Christen im Nordirak. Dabei ging es unter anderem um den Wiederaufbau von 13.000 Wohnungen in der Ninive-Ebene, die während der Besetzung durch die Terrormiliz des "Islamischen Staats" (IS) zerstört worden waren.

Der Vatikan unterstütze die Rückkehrbemühungen der Christen, sagte Parolin. Damit verbunden sei die Hoffnung, die Christen könnten "der irakischen Gesellschaft helfen, sich wieder zu fassen und zusammenzuleben", so der Kardinal.

(KNA)

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