Moderne Sklaverei
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03.04.2017

Vatikan und OSZE wollen schärferes Vorgehen gegen Menschenhandel "Vor allem Kinder benötigen besonderen Schutz"

Weltweit werden nach Angaben der Walk Free Foundation noch immer 50 Millionen Menschen gegen ihren Willen ausgebeutet. In der Wiener Hofburg tagt daher derzeit eine Konferenz gegen Menschenhandel. Mit vertreten ist auch der Vatikan.

Der Vatikan und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) drängen auf ein schärferes Vorgehen gegen global vernetzte Menschenhandelsringe. Vor allem Kinder benötigten besonderen Schutz, betonte der Migrationsbeauftragte von Papst Franziskus, der kanadische Jesuit Michael Czerny, am Montag in Wien. Er nimmt für den Vatikan an einer derzeit dort stattfindenden Konferenz zum Thema Menschenhandel teil. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind weltweit rund 5,5 Millionen Kinder Opfer von Zwangsarbeit, Missbrauch, Zwangsverheiratung und Zwangsrekrutierung.

Wichtig sei der Schutz von Familien, betonte Czerny laut Redemanuskript. "Der Schutz von Kindern erfordert den Schutz der Familien. Daher müssen die politischen Handlungen und Programme den Familien die notwendigen Instrumente zur Verfügung stellen, um ihre Kinder vor Situationen von Verwundbarkeit zu schützen und zu stärken." Dabei gehe es etwa um entsprechende Wohnungen, Zugang zum Gesundheitswesen, zu Arbeit und Bildung. Czerny war einer der Hauptredner der OSZE-Konferenz.

Integration müsse im Mittelpunkt, so der Vatikan-Vertreter

Der Wiener Presseagentur Kathpress sagte der Vatikan-Vertreter, beim Thema Migration müsse die Integration im Mittelpunkt stehen. Dabei gebe es berechtigte Forderungen von beiden Seiten, Aufnahmegesellschaften und Migranten. So könne die Aufnahmegesellschaft von den Migranten etwa Respekt für ihre Kultur einfordern.

Czerny machte unter anderem die "unbewältigte Globalisierung" für Ängste im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise verantwortlich. Viele Menschen kämen mit den Inhalten des Internets nicht zurecht und erlebten eine Zerstörung ihres gewohnten Orientierungssystems.

Nicht schulmeistern, sondern zuhören

Czerny äußerte sich auch zu Vorbehalten einiger nationaler Bischofskonferenzen in der EU-Flüchtlings- und Migrationsfrage. Seine Sektion wolle hier nicht schulmeistern, sondern zuhören. Gesprächspartner seien Verantwortliche von Ortskirchen und kirchennahen Organisationen.

(KNA)

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