Franziskus in Natura und auf der Videowand
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Der Papst auf dem Weg zur Generalaudienz
Der Papst auf dem Weg zur Generalaudienz

25.05.2016

Papst: Wille Gottes wichtiger als die eigenen Wünsche Gebet ist kein Zauberstab

Beten ist nach Überzeugung von Papst Franziskus nie umsonst. Gott erhöre die Bitten der Menschen allerdings nicht immer so, wie sie sich das wünschten, sagte Franziskus am Mittwoch bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz.

"Das Gebet ist kein Zauberstab! Es hilft, den Glauben an Gott zu bewahren und sich ihm anzuvertrauen, auch wenn wir seinen Willen nicht verstehen." Der Wille Gottes sei wichtiger als die eigenen Wünsche. Er appellierte, auch in Momenten der Mutlosigkeit, wenn Gebete "unwirksam" schienen, nicht damit aufzuhören.

Am Beispiel der Bibelerzählung von der armen Witwe und dem ungerechten Richter, in der die Witwe durch beharrliches Bitten zu ihrem Recht kommt, erklärte Franziskus, dass Gottes Barmherzigkeit stetiges Beten keineswegs überflüssig mache. Jesus habe in seinen Gebeten stets den Willen Gottes in den Mittelpunkt gestellt, so der Papst weiter. Selbst angesichts der drohenden Kreuzigung habe er im Garten Getsemani sein Gebet mit den Worten beendet: "Nicht wie ich will, sondern wie du willst". Dazu führte Franziskus aus: "Das Gebet verwandelt den Wunsch und formt ihn gemäß dem Willen Gottes, egal worum es geht, denn wer betet sehnt sich vor allem nach der Einheit mit Gott, der die barmherzige Liebe ist."

Zu Beginn der Generalaudienz hatte Franziskus eine Gruppe Stummer mit Hilfe der Zeichensprache begrüßt. Die Gruppe erwiderte seine Grüße in Gebärden. Dass er einige der Gesten kennt, hatte Franziskus bereits bei seiner Reise auf die Philippinen 2015 gezeigt. Am Rande des Familientreffens in der Hauptstadt Manila hatte er kurz mit einem taubstummen Paar per Gebärdensprache kommuniziert.

Papst ruft zum Kinderschutz auf

Papst Franziskus hat während der Generalaudienz staatliche und religiöse Institutionen zum Schutz von Kindern aufgerufen. Sie müssten "das Gewissen wecken" und für die Probleme alleingelassener Kinder sensibilisieren, sagte Franziskus vor etwa 20.000 Besuchern. Es sei Aufgabe aller, Minderjährige zu schützen, besonders jene, die von Ausbeutung, Menschenhandel und "unangemessenem Verhalten" betroffen seien.

Der Papst äußerte sich anlässlich des "Tags der vermissten Kinder", der 1983 von US-Präsident Ronald Reagan ins Leben gerufen wurde und seit 2002 auch in Europa begangen wird. Er rief zum Gebet für Kinder auf, die ausgebeutet und von ihren Familien getrennt ohne Zukunftsperspektiven aufwachsen müssten.

Gebet für Opfer in Syrien

Nach den Terrorattentaten in Syrien vom Montag hat Papst Franziskus zum Gebet für das Land aufgerufen. Er fordere alle auf, "für die ewige Ruhe der Opfer, den Trost ihrer Familien und zur Verwandlung der Herzen derer, die Tod und Zerstörung säen", zu beten, sagte Franziskus zum Ende seiner Generalaudienz. Es folgte ein gemeinsames Ave Maria-Gebet. Bei den Attentaten "im geliebten Syrien" seien schutzlose Zivilisten getötet worden, so der Papst. Am Montag hatten Terroristen eine Anschlagsserie in der Küstenregion Syriens verübt, bei der nach Medienangaben zwischen 70 und mehr als 150 Menschen starben.

(KNA)

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