Tempelberg in Jerusalem
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Synodenteilnehmer
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24.10.2015

Bischofssynode fordert Frieden für Nahost "Schrei so vieler Unschuldiger"

Die im Vatikan versammelte Weltbischofssynode hat in einem eindringlichen Appell zu Frieden im Nahen Osten, zu Solidarität mit den Flüchtlingen sowie zum Stopp des Waffenhandels aufgerufen.

"Unsere Stimmen verbinden sich mit dem Schrei so vieler Unschuldiger: Nie wieder Gewalt, nie wieder Terrorismus, nie mehr Zerstörung, nie mehr Verfolgung", heißt es in dem am Samstag verbreiteten Aufruf. Frieden könne nicht mit Gewalt, sondern nur politisch im Respekt gegenüber den kulturellen und religiösen Besonderheiten der Nationen erreicht werden. Die rund 400 Teilnehmer des Kirchentreffens, das am Sonntag zu Ende geht, äußerten sich zudem tief besorgt über ähnliche Situationen in anderen Teilen der Welt, besonders in der Ukraine und in Afrika.

Frieden ist möglich

"Wir sind überzeugt, dass Frieden möglich ist und dass es möglich ist, die Gewalt in Syrien, Irak, in Jerusalem und im ganzen Heiligen Land zu beenden, die jeden Tag immer mehr Familien und unschuldige Zivilisten erfasst und die humanitäre Krise verschärft", betonten die Bischöfe aus aller Welt. Juden, Christen und Muslime sollten in den anderen Gläubigen Brüder sehen, die es zu respektieren und zu lieben gelte. Versöhnung setze Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Respekt und Versöhnung voraus.

Ausdrücklich dankte die Synode Jordanien, Libanon und der Türkei sowie zahlreichen europäischen Ländern für die Aufnahme von Flüchtlingen. Sie appellierte an die internationale Gemeinschaft, Eigeninteressen hintanzustellen und sich um eine Lösung durch Diplomatie, Dialog und internationales Recht zu bemühen.

Respekt und Nächstenliebe

"Niemand darf den Namen Gottes für Gewalt instrumentalisieren. Arbeiten wir zusammen für Gerechtigkeit und Frieden», heißt es in dem Appell. Die Synodalen riefen besonders alle Gläubigen, die sich auf den biblischen Urvater Abraham berufen, zu gegenseitigem Respekt und Nächstenliebe auf. «Lernen wir den Schmerz der anderen zu verstehen», betonten sie unter Hinweis auf die Rede von Papst Franziskus vor dem Jerusalemer Felsendom im Mai 2014.

(KNA)

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