Papst Franziskus
Papst Franziskus

13.05.2015

Papst Franziskus über Höflichkeit und Respekt Drei Wörter für eine glückliche Familie

"Bitte", "Danke" und "Entschuldigung" sind nach Auffassung von Papst Franziskus Schlüsselwörter für eine glückliche Familie. "Diese drei Worte ebnen den Weg für ein gutes und schönes Familienleben", sagte der Papst in seiner Generalaudienz.

Die Wörter seien zwar einfach auszusprechen, jedoch oft nur schwer zu praktizieren, so der Papst am Mittwoch auf dem Petersplatz. Entscheidend sei, dass nach einem Streit am Ende des Tages stets wieder Frieden geschlossen werde. Franziskus warnte zugleich vor einer rein äußerlichen Höflichkeit, hinter der schlechte Eigenschaften verborgen seien.

Mit der Frage "Darf ich bitte?" bringe man den Respekt gegenüber dem Anderen zum Ausdruck und lade ihn ein, sein Herz zu öffnen, erklärte der Papst vor einigen Zehntausend Zuhörern. Wer "Danke" sage, erkenne damit die Würde der Person an und schaffe ein Klima der sozialen Gerechtigkeit. "Ein Christ, der nicht 'Danke' sagen kann, hat die Sprache Gottes vergessen", so Franziskus. Besonders schwer falle das Wort "Entschuldigung". Doch ohne die Bitte und die Bereitschaft zu verzeihen würden "kleine Risse zu großen Gräben". Verzeihung heile Wunden.

Gute Manieren manchmal Tarnung schlechter Eigenschaften

Der heilige Franz von Sales, fuhr Franziskus fort, habe zwar gesagt eine gute Erziehung sei schon die halbe Heiligkeit. Aus der Geschichte sei jedoch auch bekannt, dass gute Manieren bisweilen zur Tarnung schlechter Eigenschaften dienten. Es bestehe die Gefahr, dass ein solches Verhalten ein reiner Formalismus werde. Auch die Religion sei davor nicht gefeit. Der Teufel, der Jesus in Versuchung führen wollte, habe sich auch wohlerzogen gezeigt und die Bibel zitiert. Gute Manieren müssten stets in der Liebe zum Guten und im Respekt gegenüber dem Mitmenschen verankert sein.

Die Generalaudienz fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizeipräsenz rund um den Petersplatz war stärker als üblich. Zudem mussten die Touristen und Pilger auf der Via della Conciliazione und an den anderen zum Petersplatz führenden Straßen Absperrungen passieren. Am Mittwoch vor 34 Jahren, dem 13. Mai 1981, verübte der Türke Ali Agca während einer Generalaudienz ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. (1978-2005) und verletzte ihn lebensgefährlich. Ob ein Zusammenhang mit den verschärften Kontrollen besteht, blieb zunächst unklar. Italienische Medien mutmaßten, es könnte sich um eine Probe für das bevorstehende Heilige Jahr handeln.

(KNA)

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