Johannes Paul II.
Johannes Paul II.

03.07.2013

Medien: Vatikan erkennt zweites Wunder an Heiligsprechung in Sicht

Der Vatikan hat dem Vernehmen nach ein zweites Wunder auf Fürsprache von Papst Johannes Paul II. anerkannt. Die Heiligsprechung könnte damit bereits im Dezember stattfinden. In Polen lösten die Neuigkeiten große Begeisterung aus.

Das zweite Wunder soll eine Heilung sein, die am 1. Mai 2011 stattgefunden hat - dem Tag der Seligsprechung von Johannes Paul II. Demnach soll die Heilung einer Frau aus Costa Rica von einer schweren Hirnverletzung auf eine Gebetsanrufung an den 2005 verstorbenen Papst zurückgehen. Eine Theologenkommission hat das Ereignis vor einigen Wochen als Wunder bezeichnet, nachdem zuvor eine Mediziner-Kommission die Heilung als nicht erklärbar bezeichnet hatte.

Der langjährige Papstsekretär und heutige Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz sagte am Dienstag einem polnischen Radiosender, die Krakauer Kirche danke Gott „dafür, dass die Gebete auf Fürsprache des seligen Johannes Paul II.“ erhört worden seien. Die vatikanische Kongregation habe mit ihrer Entscheidung die „Heiligkeit“ des Papstes aus Polen bestätigt und den Weg aufgezeigt, um ihn zum Vorbild zu erklären.

Bei einer Sitzung am Dienstag habe die zuständige Heiligsprechungskongregation die Untersuchungen einer Kommission aus Ärzten und Theologen über ein Heilungswunder akzeptiert, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Letzte Entscheidung trifft Franziskus

Ob das Wunder offiziell anerkannt wird, liegt nun im Ermessen von Papst Franziskus. Nach seiner positiven Entscheidung wäre der Weg für eine Heiligsprechung frei. In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, eine Heiligsprechung des Wojtyla-Papstes könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Als Datum war der 20. Oktober im Gespräch - in zeitlicher Nähe zum 35. Jahrestag seiner Papstwahl. Polnische Zeitungen erklärten den 8. Dezember, das katholische "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" zum wahrscheinlichen Termin.

Johannes Paul II. war am 16. Oktober 1978 gewählt worden und hatte am 22. Oktober das Papstamt angetreten. Er war im Mai 2011 von seinem Nachfolger Benedikt XVI. (2005-2013) seliggesprochen worden. Es war das kürzeste Seligsprechungsverfahren der Neuzeit. Damals war die unerklärliche Heilung einer französischen Ordensfrau von der Parkinson-Krankheit als Wunder anerkannt worden. Johannes Paul II. war am 2. April 2005 im Alter von fast 85 Jahren gestorben. Sein 26-jähriges Pontifikat war das zweitlängste der Kirchengeschichte.

Die Heiligsprechung ist in der katholischen Kirche eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über seine endgültige Aufnahme zu Gott. Nach dieser „Kanonisation“, die während eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden.

Der Heiligsprechung geht ein kirchlicher Prozess voraus, der über mehrere Instanzen führt. Dabei muss nachgewiesen werden, dass durch die Fürsprache des oder der Betroffenen Wunder geschehen sind. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die als Märtyrer, also wegen ihres Glaubens, gestorben sind.

Vor einer Heiligsprechung steht die Seligsprechung. Bei ihr wird nur eine regionale Verehrung des Seligen zugelassen. Das Gesamtverzeichnis der Seligen und Heiligen der katholischen Weltkirche („Martyrologium romanum“) nennt rund 7.000 namentlich bekannte Selige und Heilige

(KNA, dpa)

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