Sakristei in Taize
Sakristei in Taize

05.06.2019

Ordensfrau zu Reaktion der Taizé-Brüder nach Missbrauchsfällen Vertrauensbildende Maßnahme

Verbale Unterstützung in dunkler Stunde: Die Präsidentin der Konferenz der Ordensmänner und -frauen in Frankreich, Veronique Margron, hat den offenen Umgang der christlichen Gemeinschaft Taize mit den Missbrauchsfällen begrüßt.

"Ein wahrheitsgemäßer Ansatz trägt zur Glaubwürdigkeit des Ortes bei", sagte sie der französischen Zeitung "La Croix" am Mittwoch in Paris. Dieses Vorgehen stärke das Vertrauen viel mehr als die Aussage, Missbrauch sei bei der christlichen Taize-Gemeinschaft kein Problem. "Verlässlich zu sein heißt, verantwortlich zu sein, zu erkennen, dass man einen Teil der Sünden und sogar der Fehler trägt, ohne zu versuchen, die Realität zu seinem Vorteil zu rekonstruieren", so Margron.

Die Präsidentin der Konferenz der Ordensmänner und -frauen in Frankreich (CORREF) war während des Aufarbeitungsprozesses von der Gemeinschaft konsultiert worden. "Sie haben entschieden nun darüber zu reden, um zu zeigen, dass sie die Zeugenaussagen der Opfer immer sehr ernst genommen haben", sagt sie.

Laut Margron ist es die erste Gemeinschaft, die sich "proaktiv" für einen offenen Umgang mit den Missbrauchsfällen entscheidet. Dies auch aus Respekt und Verantwortungsbewusstsein für die Tausenden jungen Menschen, die jedes Jahr willkommen seien in Taize, so Margron. Zudem betonte Frere Alois Löser, dass es keine "schlechten Geheimnisse" zwischen den Brüdern geben solle.

Verdachtsfälle öffentlich gemacht

Die christliche Gemeinschaft von Taize teilte am Dienstag mit, dass drei Mitglieder vor Jahrzehnten Jugendliche sexuell missbraucht hätten. Es gehe um jeweils ein oder zwei Fälle sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige aus den 1950er bis 1980er Jahren. Zwei der beschuldigten Männer sind den Angaben zufolge seit mindestens 15 Jahren tot, der dritte lebt weiterhin in Taize. Er sei bereits "seit längerem" nicht mehr an der Organisation der Taize-Jugendtreffen beteiligt.

Seit den 1970er Jahren kommen jedes Jahr Tausende Jugendliche aus Frankreich, Deutschland und ganz Europa nach Taize. Zuletzt waren es jährlich rund 70.000. Viele nehmen für mehrere Tage oder Wochen am geistlichen Programm der Gemeinschaft teil. Neben Gebeten und Gottesdiensten steht der Austausch über religiöse Fragen im Zentrum.

Der 1944 von Frere Roger Schutz gegründeten Gemeinschaft gehören aktuell rund 100 Männer aus 25 Staaten an. Drei Viertel leben in Taize, ein Viertel in verschiedenen kleinen Niederlassungen in Asien, Afrika und Südamerika. Leiter der ökumenischen Gemeinschaft ist seit 2005 der aus Stuttgart stammende Frere Alois Löser (64).

(KNA)

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