Frère Alois (rechts)
Frère Alois (rechts)

29.12.2013

Ansprache von Frère Alois beim Jugendtreffen in Straßburg Freundschaft leben

Am Ende jedes Taizé-Abendgebets richtet Frère Alois einige Worte an die Anwesenden des Jugendtreffens in Straßburg. Hier seine Ansprache von Samstag, den 28.12.2013.

Wir sind als Pilger des Friedens und des Vertrauens hierher nach Straßburg gekommen, in diese Stadt und in diese Region Europas, die nach den schrecklichen Kriegen des 20. Jahrhunderts zu einem Symbol der Versöhnung geworden ist.

Wir möchten zuallererst denen danken, die uns ihre Türen aufgemacht haben. Was für eine herzliche Gastfreundschaft! Bitte, gebt diesen Dank heute Abend auch den Familien, in denen ihr untergebracht seid. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, dass ausnahmslos alle Jugendlichen, die von auswärts zum Treffen gekommen sind, von Familien beiderseits der Grenze aufgenommen wurden.

Wir haben heute Abend die Stelle aus dem Evangelium gelesen, in der Jesus Levi beruft, ihm nachzufolgen. Nehmen wir diesen Ruf für uns ganz persönlich. Levi folgt Jesus ohne zu zögern nach und lässt sofort ein großes Essen vorbereiten, zu dem er alle möglichen Leute einlädt.

Wir möchten in diesen Tagen etwas entdecken, das diesem Festessen bei Levi gleicht. Wenn wir Jesus nachfolgen, verstehen wir, dass es an seinem Tisch für alle einen Platz gibt, für jeden Einzelnen von uns. Nicht weil wir besonders fähig wären, seinem Ruf zu folgen, sondern weil er uns liebt. Und Jesus weist den Ehrenplatz denen zu, die von Gott weit weg zu sein scheinen oder sich von ihm weit weg fühlen.

Jesus bietet seine Freundschaft allen Menschen an. Aber wir können diese Freundschaft, die Jesus uns erweist, auch unter uns verwirklichen. Die, die überall auf der Erde Christus lieben, leben in seiner Nachfolge eine umfassende Freundschaft, die Gemeinschaft in Christus.

Können die Christen nicht dadurch etwas zur Zukunft unserer Gesellschaften beitragen, dass sie Freundschaft und Gemeinschaft stiften und vertiefen? Wir stehen vor großen Herausforderungen: Arbeitslosigkeit, soziale Not, eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, sowohl innerhalb eines Landes, als auch zwischen verschiedenen Völkern und Erdteilen, und – damit verbunden – die Zerstörung der Umwelt. Viele Jugendliche sehnen sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung.

Müssen wir nicht damit beginnen, Freundschaft zu stiften, um Antworten auf diese Herausforderungen zu finden? Durch den Heiligen Geist fordert Christus uns auf, den Geist der Rivalität abzulegen, durch den nur Gegensätze und Ungerechtigkeiten verstärkt werden, und zu Schöpfern von Freundschaft und Friedensstiftern zu werden.

Christus ruft uns dazu auf, unsere Freundschaft auszuweiten. Wir können dies, wie Jesus, auf ganz einfache Weise tun, durch eine Mahlzeit gemeinsam mit anderen, durch einen Besuch und vor allem dadurch, dass wir anderen um uns herum Verzeihen und Vertrauen entgegenbringen. Wir können unser ganzes Leben lang Pilger des Vertrauens sein.

Morgen Vormittag werdet ihr über dieses Thema nachdenken. Im Begleitheft des Treffens findet ihr vier Vorschläge für 2014. Sie helfen euch in diesen Tagen – und danach zuhause, wo immer ihr lebt – nach sichtbarer Gemeinschaft und Freundschaft all derer zu suchen, die Christus lieben, das heißt all derer, die Christus vertrauen und darüber hinaus mit all denen, die Zeugen der Freundschaft auf der Welt sein möchten.

(Taizé)

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