Rasten und inne halten: Neue Radwegekirche in NRW
Rasten und inne halten: Neue Radwegekirche in NRW

19.04.2018

In Wipperfürth eröffnet erste Radwegekirche im Erzbistum Köln Die Türen sind geöffnet

Mehr als 400 Radwegekirchen laden in Deutschland dazu ein, Rast zu machen und einen Moment inne zu halten. An diesem Wochenende kommt die Kirche Unbefleckte Empfängnis in Egen/Wipperfürth hinzu - die erste im Erzbistum Köln.

DOMRADIO.DE: Was ist das eigentlich, eine Radwegekirche?

Markus Urbatzka (Pastoralreferent in Wipperfürth): Eine Radwegekirche bietet den Radfahrern an, eine Rast zu machen. Wir haben draußen einen Rastplatz, wo man sitzen kann, wo ein überdachter Tisch ist. Dieser Platz bietet alles, was man für eine Pause braucht: Wasserzugang, eine Station, an der E-Bikes aufgeladen werden. So, dass man sich neben der Kirche erholen kann. Das ist das eine.

Zum anderen achten wir drauf, dass die Türen geöffnet sind, dass die Radfahrer und Wanderer, die Lust haben, in die Kirche hineingehen können und dort einen Augenblick der Stille genießen oder auch ein Gebet sprechen können. 

DOMRADIO.DE Wie sind Sie denn darauf gekommen, ausgerechnet die Kirche Unbefleckte Empfängnis in Wipperfürth zu einer solchen Radwegekirche zu machen? 

Urbatzka: Das war ein Nachbar, der selber begeisterter Radfahrer ist, über mehrere Wochen auch in Deutschland umhergefahren ist und selber Radwegekirchen erlebt hat. Er konnte dort Rast machen. Aber er merkte, dass es nicht allein die Erholung war, die er brauchte oder einen Platz zum Essen. Sondern er spürte die Dankbarkeit und die Stille, die dieser Platz einfach bietet. Er hat es als wohltuend empfohlen, dass Kirche sich so anbietet und einfach für andere da ist. 

DOMRADIO.DE: Liegt Ihre Kirche denn auch so schön, dass sie ein guter Rastpunkt ist? 

Urbatzka: Ja, sie liegt wirklich sehr schön. Sie liegt nicht zentral an einem stark befahrenen Radweg, aber auf einem Bergrücken. Sie ist eher ein idyllischer Ort, wo aber inzwischen viele Radfahrer vorbeikommen, weil sie einfach Erholung suchen und abschalten wollen vom Alltag.

Am Wochenende kommen tatsächlich viele vorbei - und manch einer schaut auch jetzt schon hinein in die Kirche. Wobei es in der Vergangenheit so war, dass die Besucher meist eine Minute hineingekommen sind und dann meist sofort wieder herausgegangen sind. Daher dachten wir, es ist gut, wenn wir auch etwas in der Kirche anbieten, damit man auf Erkundung gehen kann. 

DOMRADIO.DE: Es wird zum Beispiel eine Bibel geben, speziell für Radwanderer. Was ist das Besondere an dieser Bibel?

Urbatzka: Es ist zunächst mal eine ganz normale Bibel. Aber sie hat mehrere Lesezeichen, die die Radfahrer interessieren können. Wir weisen auf bestimmte Bibelstellen hin - zum Thema Ausruhen, zum Thema Durst haben. Zum Beispiel aus dem Buch Genesis: Gott schuf die Welt in sieben Tagen und am siebten Tag ruhte er. Das soll einfach Anlass bieten, dass man die Natur als Radfahrer genießt und wahrnimmt. Dass man in der Kirche einen Augenblick darüber nachdenkt, warum die Natur so wunderbar ist oder wem wir sie zu verdanken haben.

DOMRADIO.DE: Welche Radtour muss ich denn genau machen, damit ich an Ihrer Kirche vorbeikomme?

Urbatka: Der Kirchdorfradweg 4 führt genau an der Kirche vorbei. Es gibt aber auch den R1 von Radevormwald und mehrere andere Touren. Aber der beliebteste ist der Kirchdorfradweg 4. 

DOMRADIO.DE: Am Sonntag gibt es ein Einweihungsfest. Was haben Sie dann geplant?

Urbatzka: Natürlich gibt es Grußworte vom Pfarrer hier aus Wipperfürth. Wir haben auch den evangelischen Pfarrer dazu eingeladen. Der Bürgermeister wird sicherlich auch ein paar Worte sprechen. Die eigentliche symbolische Handlung ist das Anschrauben des Signets - also, dass von außen erkennbar ist: Das ist eine Radwegekirche und wir haben die Türen geöffnet für Radfahrer und auch für Wanderer.

Anschließend gibt es ein Festprogramm: Wir haben eine Fahrrad-Parcour vorbereitet. Es werden zwei Kurzfilme gezeigt. Es gibt ein Fahrrad-Quiz. Die örtlichen Bauern bieten Milchprodukte zum Kosten an. Es gibt Kaffee und Kuchen. Wir hoffen auf gutes Wetter, so dass wir viel Freude haben.

Das Interview führte Hilde Regeniter. 

(DR)

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