Unterwegs mit Sr. Katharina Hartleib
Schwester Katharina beim Fußballspiel mit Flüchtlingskindern
Schwester Katharina beim Fußballspiel mit Flüchtlingskindern

07.07.2016

Mit Schwester Katharina durch die Fußball-EM "Ich hoffe, dass mein Tipp nicht stimmt"

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt heute im EM-Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich. Unsere "Fußballnonne", Schwester Katharina Hartleib, hofft auf die "neuen" Spieler in der deutschen Mannschaft, tippt aber trotzdem auf einen Sieg für Frankreich.

domradio.de: Gestern Abend konnte sich Portugal gegen Wales im ersten Halbfinale mit 2 zu 0 durchsetzen. Wie haben Sie das Spiel gestern erlebt?

Schwester Katharina Hartleib (Franziskanerkonvent San Damiano in Olpe): Ich war sehr erstaunt, dass Portugal jetzt endlich mal gespielt hat. Denn bisher haben die sich ja durchlaviert - das muss man einfach sagen. Sie haben versucht, die Spiele der anderen kaputt zu machen und haben dann abgewartet. Gestern Abend waren sie aber sowas von aktiv und sowas von zugange, dass ich gedacht habe: Oh, eine neue Mannschaft. Aber ich glaube, die haben viel Kritik bekommen und ihnen war klar, dass sie nicht warten können, bis vielleicht irgendwann doch mal ein Zufallstor fällt. Sie müssen selber was tun.

domradio.de: Mir ging es wie Ihnen. Ich habe auch auf Wales getippt, weil ich dachte: Natürlich kommen die weiter. Sie haben ja auch 3 zu 2 für Wales getippt, aber dann hat Portugal gewonnen. Das war ja dann wirklich eine Überraschung gestern...

Schwester Katharina: Ja, dadurch, dass Portugal so anders gespielt hat und dass der kongeniale Partner von Gareth Bale gefehlt hat - das muss man schon sagen. Man hatte das Gefühl, Bale muss es ganz alleine schaffen. Und dafür war Portugal einfach zu gut. Es ist wirklich das erste Mal, dass ich mich total vertan hab. Ist dann ok, aber wenn man auf die portugiesischen Spiele vorher guckt, muss man sagen: Sie sind im Prinzip durch Zufall weiter gekommen, mit ihren drei Unentschieden aus der Gruppenphase. Da konnte man wirklich nicht erwarten, dass die so weit kommen. Ich bin total erstaunt.

domradio.de: Heute ist dann Deutschland an der Reihe und tritt gegen Gastgeber Frankreich an. Das Viertelfinale am Samstag gegen Italien hat mich wirklich schon Lebenszeit gekostet. Was glauben Sie - wird das wieder so ein Spiel?

Schwester Katharina: Die Franzosen haben ihr Viertelfinale so begeisternd gespielt, dass ich völlig überrascht war. Klar, es war "nur" Island, aber Island war ja so hervorragend, dass man auch andersrum hätte denken können. Endlich hatte man das Gefühl, sie sind eingespielt, sie wissen, wir es geht. Diese drei Sturmpartner - das war einfach nur wunderbar. Ich glaube schon, dass das Halbfinale sehr, sehr spannend und umkämpft wird.

domradio.de: Könnte es denn wieder zu einer Elfmeter-Situation kommen wie gegen Italien?

Schwester Katharina: Natürlich kann es das. Wenn die Deutschen es nicht schaffen, in der neuen Formation, in der sie dann spielen müssen, rechtzeitig ein oder zwei Tore zu machen, wird es eng.

domradio.de: Wir müssen ja auf einige Spieler verzichten - Hummels ist raus, Khedira ist raus. Schaffen wir es trotzdem ins Finale?

Schwester Katharina: Mein Tipp ist 1 zu 0 für Frankreich. Ich hab wirklich nichts dagegen, wenn es am Ende andersrum geht. Aber die haben mich so begeistert im Viertelfinale! Und dieses verrückte Spiel von Deutschland gegen Italien mit der Dreierkette... Die hatten ja wenige Chancen und haben davon nur eine genutzt, und von daher bin ich etwas skeptisch.

domradio.de: Wenn wir einen Blick auf´s Finale werfen: Portugal ist dabei, Frankreich oder Deutschland kommen weiter. Wer wird Europameister?

Schwester Katharina: Nicht Portugal! Bei aller Liebe! Erstens mag ich Ronaldo und sein ganzes Gebahren nicht, obwohl er natürlich ein wunderbarer Fußballer ist. Das muss man ihm zugestehen. Aber ich hoffe immer noch, dass mein Tipp nicht stimmt und Deutschland weiterkommt. Das Tolle ist: Sie haben ja beim WM-Finale vor zwei Jahren so gekämpft, wie sie vorher nie gekämpft haben - weil sie etwas wollten, was sie vorher nie hatten - und haben das dann wirklich geschafft. Schweini war ja wirklich das Bild dafür, mit seinem Riss unter dem Auge, mit dem Blut im Gesicht. Sie haben sich reingeworfen, um keinen Zentimeter zu weichen.

Ich glaube, die Erfahrung könnte helfen, dass sie es wieder schaffen. Was ich natürlich interessant finde: Jogi Löw wird ja heute ein/zwei neue Spieler bringen. Manchmal ist das natürlich nochmal das I-Tüpfelchen, dass Spieler, die bis jetzt nicht gespielt haben, die aber in guter Leistung sind, weil sie voll mittrainiert haben, plötzlich den Unterschied ausmachen.  

Das Interview führte Silvia Ochlast. 

(dr)

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