Schwester Katharina: Die "Fußballnonne" von domradio.de
Schwester Katharina: Die "Fußballnonne" von domradio.de

03.07.2016

Mit Schwester Katharina durch die Fußball-EM "Die ganze Nacht flogen mir Bälle durch den Kopf"

Europa ist im Fußballfieber - domradio.de auch! Während der EM begleitet uns Schwester Katharina Hartleib, Franziskanerin in Olpe. Im Viertelfinale gegen Italien hat sie bis zur letzten Sekunde mitgefiebert.

domradio.de: Haben Sie nach diesem Spiel überhaupt schlafen können?

Schwester Katharina Hartleib: Also, dass ich wach bin, kann man nicht sagen. Die Pflicht ruft aus dem Bett. Die ganze Nacht sind mir die Bälle um die Ohren geflogen. Links rüber, rechts rüber, dann wieder an den Pfosten. Was für ein Spiel und was für ein Elfmeterschießen!

domradio.de: … und was für ein Torwart! Für Manuel Neuer können wir dankbar sein, oder?

Schwester Katharina: Man hat zwischendurch immer das Gefühl, den bringt überhaupt nichts aus der Ruhe. Ich frage mich echt, wo er diese Konzentration hernimmt. Der kriegt die ganze Zeit nicht einen Ball auf sein Tor und wenn es dann soweit ist, ist er voll da. Unglaublich.

domradio.de: Vor dem Spiel haben Sie für uns ein knappes 1:0 für Deutschland getippt, da ist Ihnen dann nur das Handspiel von Boateng dazwischen gekommen, oder?

Schwester Katharina: Im Prinzip habe ich genau das erwartet. Zwischen Deutschland und Italien wird es immer eng. Ich war völlig entsetzt, als Jogi Löw seine bewährte Taktik auf die Dreierkette umgestellt hat. Wenn er etwas umstellt, ist es bis jetzt nie gut gegangen. Mehmet Scholl war als Kommentator in der Pause darüber ziemlich verärgert und das kann ich vollkommen nachvollziehen. Zum Glück ist das am Ende dann doch gut gegangen. – Was Boateng angeht: Ich glaube so ein Handspiel ist ihm im Leben vorher noch nie passiert und wird jetzt sicher auch nicht mehr passieren. Hinterher hat er gesagt, er wollte die Hände aus dem Spiel nehmen, weil es wirklich eng geworden ist. Dass dann der Ball an die Hand knallt, das ist echt Pech.

domradio.de: So spannend das Spiel geworden ist, die erste Halbzeit war ja noch ziemlich dröge.

Schwester Katharina: Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft hatte ihre Linie nicht. Und die hatte sie in den Spielen vorher eigentlich ja gut gefunden. Sie mussten durch die Kette der Italiener, und da haben die Laufwege einfach nicht gepasst. Ich kann es auch ein bisschen verstehen, dass die Spieler etwas ängstlich waren gegenüber Italien. Zum Glück wurde es dann mit der Zeit besser und besser. Wer mich unglaublich beeindruckt hat, war allerdings Joshua Kimmich. Der macht einen Fehler und spielt danach ganz toll weiter, der lässt sich einfach nicht aus der Ruhe bringen.

domradio.de: Nach zwei gelben Karten müssen wir am Donnerstag beim Halbfinale ohne Mats Hummels auskommen. Was wird sich Jogi Löw da einfallen lassen?

Schwester Katharina: Da merkt man mal wieder, wie sehr das Spiel vom Schiedsrichter abhängt. Schon die erste gelbe Karte gegen die Slowakei war unberechtigt, genau so gegen Italien. Jetzt müssen wir gucken. Shkodran Mustafi zum Beispiel hat ja beim ersten Spiel ziemlich gut gespielt. Mal schauen, was der im Halbfinale bringt.

domradio.de: Heute Abend entscheidet sich, gegen wen wir antreten: Frankreich oder Island. Was erwarten Sie?

Schwester Katharina: Ich bin für Frankreich. Die Franzosen sind vorhersehbarer. Die Isländer spielen einen Fußball, der ist unglaublich. Ich hoffe, gegen die müssen wir nicht ran!

Das Interview führte Heike Sicconi.

(dr)

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