Millionen Kinder weltweit leiden unter schlechter Ernährung
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Prinz Charles
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Entwicklungsminister Gerd Müller
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Papst Franziskus winkt nach dem Angelusgebet am Fenster seines Arbeitszimmers mit Blick auf den Petersplatz der Menge zu.
Papst Franziskus winkt nach dem Angelusgebet am Fenster seines Arbeitszimmers mit Blick auf den Petersplatz der Menge zu.

29.07.2021

UN werben in Rom für gerechtere Ernährungssysteme "Eine gerechtere Welt ist möglich"

Mit Appellen für gerechtere Ernährungssysteme ist am Mittwoch in Rom ein UN-Treffen zur Zukunft der Lebensmittelversorgung zu Ende gegangen, eine Vorbereitung auf den UN-Welternährungsgipfel im September in New York.

UN-Sondergesandte Agnes Kalibata lobte den Einsatz der Teilnehmer bei dem dreitägigen "Vor-Treffen".  "Eine gerechtere Welt ist möglich", betonte die ruandische Agrarexpertin. Bessere Ernährungssysteme könnten dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Prinz Charles fordert Wandel

Am Mittwoch meldete sich auch der für sein ökologisches Engagement bekannte Prinz Charles bei der weitgehend virtuellen Konferenz in Rom zu Wort. Er setze sich seit 35 Jahren für eine nachhaltigere Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ein, so der Thronfolger des britischen Königshauses in einer Videobotschaft. Darum wisse er, dass ein "grundlegender und schneller Wandel" unabdingbar sei.

Die Art und Weise, wie Nahrung hergestellt werde, beeinflusse die Gesundheit aller Menschen sowie den Zustand des gesamten Planeten. Es gehe nun darum, aus den bisher angerichteten Schäden die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. "Das ist nur möglich, wenn wir die Natur wieder in den Mittelpunkt stellen", sagte der Prinz.

Bereits seit Montag hatten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und der Zivilgesellschaft bei dem Vor-Gipfel über Produktion, Weiterverarbeitung, Transport und Konsum von Nahrung diskutiert. 

Müller fordert bessere Finanzierung

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) forderte vor Ort in Rom, die Finanzierungslücke des Welternährungsprogramms zu schließen. Das Wissen und die Technologie zur wirksamen Bekämpfung des Hungers seien vorhanden, so Müller. "Aber wir brauchen mehr Geld und mehr Investitionen."

Papst fordert "radikalen Wandel"

Papst Franziskus sandte zu Beginn des Treffens eine Botschaft an die Teilnehmer, in der er zu einem "radikalen Wandel" aufrief. "Wir produzieren genug Nahrung für alle Menschen, aber zugleich müssen viele ohne ihr täglich Brot auskommen." Das sei ein "echter Skandal" und "ein Verbrechen, das gegen grundlegende Menschenrechte verstößt".
Ein jeder habe die Pflicht, diese Ungerechtigkeit durch konkrete Aktionen und eine mutige Politik zu beseitigen, mahnte das Kirchenoberhaupt.

Dem Agrarsektor müsse bei wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen eine vorrangige Rolle eingeräumt werden, so der Papst weiter. Kleinbauern und bäuerliche Familienbetriebe sollten als "privilegierte Akteure" betrachtet und entsprechend gefördert werden. Nur so könne ein Neustart der globalen Ernährungssysteme nach der Pandemie gelingen.

(KNA)

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