Jugend und Kirche
Daumen hoch für Freiwilligendienste

28.06.2021

Caritas lobt den Bundesfreiwilligendienst Bravouröses Engagement

Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände haben den Bundesfreiwilligendienst anlässlich seines zehnjährigen Bestehens gewürdigt. Die Caritas sprach am Montag in Berlin von einem "wichtigen Baustein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt".

Nach Ansicht der Diakonie hat der BFD die Freiwilligendienste gestärkt, er sei aber nach wie vor zu bürokratisch organisiert. Die Caritas forderte eine Verbesserung bestehender Programme; dies müsse Vorrang haben vor der Gründung neuer Angebote wie einem Heimatdienst.

Der BFD startete am 1. Juli 2011 als Ergänzung zu den bestehenden Programmen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Zuvor waren Wehrpflicht und Zivildienst abgeschafft worden. Eine Besonderheit des BFD ist, dass er allen Menschen ohne Altersgrenze offen steht.

40.000 Helfer

Caritas-Präsident Peter Neher sagte: "In den vergangenen zehn Jahren haben insgesamt 40.000 Menschen einen Bundesfreiwilligendienst in katholischen Einrichtungen und Diensten geleistet und darüber freuen wir uns in der Caritas sehr". Nach seinen Worten haben sich die bestehenden Freiwilligendienste bewährt.

Wer einen solchen Dienst absolviert habe, "schaut nachher anders auf seine Mitmenschen". Der Caritasverband engagiere sich zugleich für eine bessere Anerkennung der Dienste etwa durch eine kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

3.000 Anlaufstellen

Bei der Caritas empfangen nach eigenen Angaben etwa 3.000 Einsatzstellen jedes Jahr insgesamt um die 4.000 BFDler. Sie seien vor allem in Einrichtungen der Altenpflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, in Kindertagesstätten und Krankenhäusern tätig.

Laut Caritas sind rund ein Sechstel der Freiwilligen in katholischer Trägerschaft, also etwa 650 Menschen, älter als 27 Jahre. Maria Loheide vom Diakonie-Vorstand sprach von einem "Paradigmenwechsel - weg von der staatlichen Dienstpflicht hin zum freiwilligen Engagement".

"Soziales Jahr darf nicht zur Pflicht werden"

Freiwilligkeit und persönliche Überzeugung müssten entscheidend bleiben. "Ein soziales Jahr darf nicht zur Pflicht werden", sagte sie. Darauf habe bereits das 1954 eingeführte Diakonische Jahr gegründet. Der BFD folge aber "nach wie vor der verstaubten Verwaltungslogik des ehemaligen Zivildienstes und ist viel zu bürokratisch aufgebaut", beklagte Loheide.

Das mache es schwerer, kurzfristig und flexibel Freiwillige an Einsatzstellen zu vermitteln. Auch die politische Bildung könne deutlich optimiert werden.

(KNA)

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