Bei einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk in Myanmar sind mehr als 170 Menschen gestorben
Bei einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk in Myanmar sind mehr als 170 Menschen gestorben
Kardinal Charles Bo
Kardinal Charles Bo

08.07.2020

Kardinal Bo über Bergwerkstragödie mit mehr als 170 Toten "Heillose Vernachlässigung und Arroganz der Firmen"

Der Erzbischof von Rangun, Kardinal Bo, kritisiert die Betreiber eines Jadebergwerks als habgierig. Bei einem Bergrutsch sind mehr als 170 Menschen gestorben. Das sei nicht die erste und letzte Tragödie gewesen.

Myanmars Kardinal Charles Bo übt Kritik nach der Tragödie in den Jadebergwerken in Kachin mit mehr als 170 Toten. Die durch einen Bergrutsch verschütteten Bergleute seien durch "heillose Vernachlässigung und Arroganz der Firmen" auf dem "Altar der Habgier" geopfert worden, zitiert der asiatische Pressedienst Ucanews den Erzbischof von Rangun. Und weiter: "Das ist nicht die erste gnadenlose Tragödie, und wenn die entsprechenden Interessengruppen darauf nicht mit Mitgefühl und Gerechtigkeit reagieren, wird es auch nicht die letzte gewesen sein."

Opfer sind Wanderarbeiter

Der Erdrutsch war durch starken Monsunregen ausgelöst worden. Bei den Opfern handelte es sich um arme Wanderarbeiter, die in Abraumhalden der großen Jadekonzerne nach Resten des kostbaren Steins suchten. Von den mehr als 300.000 Bergleuten in den Minen arbeiten nach Schätzungen rund 200.000 schwarz. Myanmar hat eines der größten Jadevorkommen der Welt. Der für Schmuck und religiöse Artefakte vor allem in China beliebte grüne Edelstein wird im Tagebau gewonnen.

Kampf um Ressourcen

Kachins reiche Naturressourcen wie Holz, Gold, Bernstein und Jade tragen wesentlich zur Finanzierung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs zwischen der mehrheitlich christlichen Rebellenmiliz der Kachin Independence Army (KIA) und der Armee Myanmars bei. Eine weitere Finanzquelle für beide Seiten ist der Handel mit Waffen und Drogen. Nach Recherchen der Organisation Global Witness betrug 2014 der Wert des Jadeabbaus rund 31 Milliarden US-Dollar.
Weite Teile Kachins, Myanmars nördlichster Staat an der Grenze zu China, wurden durch den Bürgerkrieg verwüstet. Das lukrative Jade-Bergbaugebiet blieb aber weitgehend unter staatlicher Kontrolle.

(KNA)

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