Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise über neue Webseite
Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise über neue Webseite

28.04.2020

Neue Webseite stellt Corona-Initiativen im Erzbistum Köln vor "Wir konnten uns vor Anfragen nicht retten"

Die einen gehen für Ältere einkaufen, andere nähen Masken – die Corona-Pandemie lässt viele Initativen entstehen. Einen Überblick über Angebote im Erzbistum Köln gibt die neue Webseite "zusammen-gut.de". Aber das ist nicht alles.

DOMRADIO.DE: "Zusammen gut - Initiativen in besonderen Zeiten", so heißt die neue Webseite des Erzbistums Köln. Dort werden viele Angebote in der Corona-Krise vorgestellt. Die Idee für die Seite kam von jemand ganz bestimmtem...

Anna-Karina Barg (Interne Kommunikation und Online-Redaktion des Erzbistums Köln): Richtig. Kardinal Woelki hatte dazu aufgerufen, dass die Gemeinden nicht nur Gottesdienst-Gemeinden, sondern auch Caritas-Gemeinden sein sollen. Genau darum geht es auf der Seite "Zusammen gut": um Intitiativen caritativer als auch geistlich-spiritueller Art im Erzbistum Köln.

DOMRADIO.DE: Die Seite ist logisch aufgebaut. So gibt es etwa drei Kategorien, die die Initiativen einordnen. Welche sind das?

Barg: Zunächst findet man auf der Seite eine Beschreibung, worum es geht: Es geht ja eine Welle der Solidarität durch Deutschland und wir möchten die Initativen, die es im Erzbistum Köln gibt, vorstellen. In der Kategorie Nachbarschaftshilfe stellen wir Initiativen in der Nachbarschaft vor. In der zweiten Kategorie geistliche und spirituelle Angebote und in der dritten Online-Angebote.

DOMRADIO.DE: Zu diesen Online-Angeboten gehören auch Konzerte...

Barg: Das ist noch mal eine eigene Kategorie. Etwa zwei Wochen vor Ostern haben wir die Webseite gestartet - zunächst mit den Kategorien Nachbarschaftshilfe, spirituelle- und Online-Angebote. Kurz vor Ostern kam dann die Frage auf: Wo stellen wir Konzerte ein, die live übertragen werden? Die Konzerte, die vor Ostern stattgefunden haben und jetzt noch stattfinden, werden im Bereich "Konzerte" zusammengefasst. Da kann man sehen: Was kann ich sowohl im Live-Stream schauen und was ist länger verfügbar? Wenn man zum Beispiel ein Konzert nicht direkt ansehen konnte, kann man es sich eventuell am nächsten Morgen noch anschauen.

DOMRADIO.DE: Wer Hilfe sucht, der findet also schnell das, was er braucht. Man kann aber auch direkt bei Ihnen nachfragen. Wenn man ein Angebot in seinem Pfarrverband sucht oder selbst eine Aktion auf die Beine stellen möchte oder jemanden kennt, der etwas anbietet?

Barg: Richig, wir bieten den Service an, dass die Leute sich bei uns melden oder eine Aktion einstellen können. Es gibt ein Kontaktformular auf der Seite, über das man uns mitteilen kann, was man in seiner Gemeinde, seinem Stadt- oder Kreisdekanat, gerade plant. Wir nehmen das gerne auf. Auf der anderen Seite besteht natürlich ein hoher Informationsbedarf von Menschen, die wissen möchten, was bei ihnen vor Ort an Initiativen besteht. Und die können sich auf der Seite informieren und inspirieren lassen.

DOMRADIO.DE: Ist da schon etwas reingeflattert, wo Sie sagen: Das war wirklich außergewöhnlich?

Barg: Auf jeden Fall außergewöhnlich sind die Intitiativen zum Maskennähen. Wir haben im Erzbistum Köln ja die "Aktion Neue Nachbarn" und sind in der Corona-Pandemie dazu übergegangen, Geld der "Aktion Neue Nachbarn" für Nachbarschaftshilfe zur Verfügung zu stellen. Das funktioniert ganz wunderbar. Zum Beispiel haben ehemals Geflüchtete, die jetzt wirkliche Nachbarn sind - zum Beispiel Schneider aus Syrien - mehr als 200 Masken zur Verfügung gestellt. Das sind ganz wunderbare Sachen, die da passieren.

DOMRADIO.DE: Die Internetseite ist jetzt seit vier Wochen online. Wie ist die Resonanz?

Barg: Wir konnten uns vor Anfragen nicht retten und mussten das Team sogar noch aufstocken. Normalerweise machen wir die Onlineredaktion zu zweit. Jetzt sind wir vier, die die Welle der Solidarität, die auf uns zuschwappte, schnellstmöglich bearbeiten und die Initiativen online stellen.

(DR)

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