Gedenkmünze "800 Jahre Stadt des Deutschen Ordens"
Gedenkmünze "800 Jahre Stadt des Deutschen Ordens"
Wappen über dem Eingang des Deutschordensschloss in Bad Mergentheim
Wappen über dem Eingang des Deutschordensschloss in Bad Mergentheim
Treppenhaus im Deutschordensschloss
Treppenhaus im Deutschordensschloss

15.12.2019

Gedenken an 800 Jahre Deutscher Orden in Bad Mergentheim Engagement für Bildung und Soziales

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Festakt gedenkt Bad Mergentheim am Sonntag der 800-jährigen Präsenz des Deutschen Ordens im Taubertal. Die Gemeinschaft entstand als Ritterorden in der Zeit der Kreuzzüge.

Zwischen 1525 und 1809 war im Taubertal die Zentrale der Gemeinschaft, die im Mittelalter im heutigen Baltikum zeitweise über ein Gebiet herrschte, das der fünffachen Größe der Schweiz entspricht. Bis heute prägen die Türme des Ensembles des Deutschordensschlosses das Stadtbild von Bad Mergentheim. Bis zum Umzug nach Wien residierte hier die Ordensregierung.

Sonderausstellung zur Geschichte

Bei dem Festakt wollen unter anderen der Hochmeister des Ordens, Frank Bayard, und der frühere Bonner Hochschullehrer Udo Arnold sprechen, der als internationaler Experte für die Geschichte des Deutschen Ordens gilt. Seit Juli läuft im Deutschordensmuseum der Stadt eine Sonderausstellung, die die wechselvolle und teils problematische Geschichte der Gemeinschaft beleuchtet. Am 16. Dezember 1219 war Andreas von Hohenlohe dem Orden beigetreten. Er übertrug ihm Ländereien und Rechte in Mergentheim.

Der Deutsche Orden ist eine Ordensgemeinschaft. Ebenso wie Johanniter, Malteser und Templer entstand die Gemeinschaft als Ritterorden in der Zeit der Kreuzzüge, um Pilger im Heiligen Land zu versorgen und um die zentralen Stätten des Christentums vor dem Islam schützen zu wollen. Der Orden hat sowohl eine karitative wie eine kämpferische Wurzel.

Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem

Der vollständige Name der Gemeinschaft lautet "Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem". Die Ursprünge liegen in einem Feldhospital norddeutscher Kaufleute, das um 1190 beim Dritten Kreuzzug im Zuge der Belagerung von Akkon entstand.

Durch Niederlassungen und Schenkungen gewann der Orden rasch an Bedeutung. Ab Ende des 13. Jahrhunderts entstand im heutigen Baltikum der Deutschordensstaat, der 100 Jahre später eine Fläche von 200.000 Quadratkilometern umfasste - das Fünffache der Schweiz. Ähnliche Pläne zur Staatsgründung in Siebenbürgen waren zuvor gescheitert.

Nach einem verlorenen Krieg mit der Polnisch-Litauischen Union 1410 und einer langen Auseinandersetzung mit Preußen begann der Niedergang des Deutschen Ordens. Er behielt aber verstreut erheblichen Grundbesitz im gesamten Heiligen Römischen Reich.

Nach der Reformation war der Orden eine gemischt-konfessionelle Gemeinschaft. Mit der Säkularisation endete die Herrschaftsphase des Ordens in Preußen. Der Orden zog zu den Habsburgern nach Wien. Er wurde wieder rein katholisch und ist heute dem Papst unterstellt.

Marktführer in der Suchthilfe

Zu der Gemeinschaft gehören rund 100 Priester, etwa 200 Schwestern sowie 700 Familiaren. Schwerpunkte sind Soziales und Bildung. Die von den Priesterbrüdern betriebenen Deutschordenswerke besitzen rund 60 Häuser mit 3.000 Plätzen für Suchtkranke und sind somit Marktführer in der Suchthilfe in Deutschland.

Geleitet wird der Orden von einem Hochmeister. Seine Rechte ähneln denen eines Abtes. Wahrzeichen der Mitglieder ist ein weißer Mantel mit einem schwarzen Kreuz auf der linken Seite. Der Wahlspruch heißt "Helfen, Wehren, Heilen". Einmalig für einen katholischen Orden ist, dass die Schwestern als Kongregation den Brüdern beigeordnet sind und gemeinsam Generalkapitel und Generalrat bilden.

Der Sitz des Ordens wechselte in der Geschichte mehrfach. Zunächst war es Akkon im Heiligen Land, dann die Burg Monfort nahe der heutigen israelisch-libanesischen Grenze. Nach einem Intermezzo in Venedig zog der Orden auf die Marienburg im heute polnischen Malbork (Marienburg). Später wurde Königsberg der Sitz. Zwischen 1525 und 1805 war die Zentrale in Mergentheim, bevor sie nach Wien umzog.

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