Caritas will nach Kongress Zusammenhalt der Gesellschaft stärken
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Caritas-Präsident Peter Neher
Caritas-Präsident Peter Neher

21.10.2019

Caritasverband geht mit neuer Beratungsplattform an den Start Schnelle Hilfe mit ein paar Klicks

Die Digitalisierung verändert nicht nur Industrie, Wissenschaft und Verwaltung, sondern auch die Arbeit der sozialen Dienste und Einrichtungen. Der Deutsche Caritasverband will mit der Online-Beratung seiner sozialen Dienste besser erreichbar sein.

Online-Plattformen sind aus dem Leben vieler Bundesbürger nicht mehr wegzudenken. Ein Hotelzimmer reservieren, einen Mietwagen buchen oder per Jobbörse nach einer neuen Arbeitsstelle suchen - das ist Alltag. Doch die Digitalisierung umfasst nicht nur Industrie, Medien oder Wissenschaft. Sie verändert mittlerweile auch den Bereich der sozialen Dienste und der Sozialberatung.

Am Montag ging der Deutsche Caritasverband, einer der bundesweit größten Anbieter von Sozialberatung, mit einer komplett neu gestalteten Online-Beratungsplattform an den Start. Von der Schuldner- über die Schwangeren- bis zur Suchtberatung und Suizidprävention: Bundesweit sind ab sofort werktags über 2.700 Beratende in rund 900 Beratungsstellen für 15 unterschiedliche Hilfefelder über die Caritas-Beratungsplattform erreichbar, kündigte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes, Peter Neher, an. Geboten werde Online-Beratung, die allen Menschen von jedem Ort aus zur Verfügung steht.

Erste Online-Beratung der Caritas im Jahr 2016

"Okay Google, ich bin schwanger, was soll ich tun?" Suchanfragen dieser Art eröffnen Ratsuchenden eine Flut an Informationen und Angeboten; die Gefahr von Falschinformationen und unseriösen Anbietern ist entsprechend hoch. Die Caritas verspricht demgegenüber qualitativ hochwertige, zeitnahe, kostenfreie und auch datensichere Hilfe. "Anspruch der Caritas-Beratung ist es, online zu den Ratsuchenden ebenso wirksame Beratungs-Beziehungen aufzubauen wie in der face-to-face-Beratung", verspricht der bundesweit größte Wohlfahrtsverband.

Schon 2006 hat die Caritas eine erste umfassende Online-Beratung aufgebaut. Seitdem nutzten etwa 170.000 Ratsuchende das Angebot, zuletzt etwa 30.000 Personen pro im Jahr. Doch das Konzept ist in die Jahre gekommen, die Digitalisierung der Gesellschaft weiter vorangeschritten. Deshalb wird die Online-Beratung der Caritas "konzeptionell, technisch und organisatorisch auf völlig neue Füße gestellt", erklärte Neher. Die soziale Arbeit müsse nah bei den Menschen und ihren Lebensgewohnheiten bleiben.

Leichtere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Beratungsfeldern

Aufgebaut wurde eine digitale Beratungsplattform, die den Hilfe suchenden Menschen verschiedene Kommunikationswege und den Wechsel zwischen ihnen ermöglicht: Mail, Chat, Sprachnachricht, Telefon und schließlich auch Face-to-Face-Beratung. Ratsuchende sollen flexibel zwischen Einzel- und Gruppenberatung, zwischen beruflicher Beratung und Selbsthilfeangeboten wählen können. Zusätzlich soll bei komplexen Fällen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Beratungsfeldern erleichtert werden: Ein Suchtberater kann etwa eine Schuldenexpertin zum Chat mit einem Ratsuchenden einladen.

Auch für eine bessere überregionale Vernetzung der verschiedenen Beratungsfelder ist gesorgt, damit komplexe Notfälle fachübergreifend und bundesweit durch Experten betreut werden können. Alle 27 Diözesan-Caritasverbände sind beteiligt, ebenso verschiedene Fachverbände des Caritasverbandes wie der im Suchtbereich tätige Kreuzbund, der Sozialdienst katholischer Frauen oder IN VIA, der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit.

Finanzielle Förderung durch das Bundesfamilienministerium

Auch die Bundesregierung hat sich die Digitalisierung des Sozialbereichs auf die Fahnen geschrieben. Die neue Online-Beratungsplattform erhielt eine finanzielle Förderung vom Bundesfamilienministerium. Auch die anderen Wohlfahrtsverbände, die derzeit ebenfalls an digitalen Angeboten arbeiten, sollen von dem neuen Tool profitieren.

Die Caritas hat die Digitalisierung zu ihrem zentralen Jahresthema 2019 gemacht. "sozial braucht digital" lautet das Motto, das auch auf den zunehmenden Einsatz digitaler Technologien in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, der ambulanten Pflege oder im Ehrenamtsbereich hinweist. Präsident Neher spricht von einer "digitalen Transformation" der sozialen Arbeit. Ziel der Caritas ist, dass die Bürger künftig auch mit katholischen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Senioren-Wohnheimen online in Kontakt treten und mit ein paar Klicks etwa einen Pflegeplatz buchen können.

Christoph Arens
(KNA)

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