Krieg in der Ostukraine
Krieg in der Ostukraine

02.03.2019

Caritas: Krieg in der Ukraine fordert täglich Opfer "Menschen sterben durch Minen oder werden erschossen"

Der Krieg in der Ostukraine ist so gut wie aus den Schlagzeilen verschwunden. Dabei dauert er inzwischen seit fünf Jahren an. Der ukrainische Caritas-Präsident sieht kein nahes Ende des Konflikts. Die Versorgungslage sei teilweise sehr schlecht.

Der militärische Konflikt in der Ostukraine fordert nach Worten des ukrainischen Caritas-Präsidenten Andrij Waskowycz weiterhin täglich Opfer. "Menschen sterben durch Minen oder werden erschossen", sagte er der Presseagentur Kathpress am heutigen Samstag. Er äußerte sich bei einem Besuch an der Frontlinie zwischen der Ukraine und dem von russischen Separatisten kontrollierten Gebiet rund um Lugansk.

Die Frontlinie quer durch die ostukrainischen Regionen ("Oblaste") Lugansk und Donezk, erstreckt sich über 430 Kilometer Länge. Die unmittelbar angrenzende Zone auf beiden Seiten wird "Pufferzone" genannt; in dem Gebiet leben nach Caritas-Angaben rund 600.000 Menschen. Insgesamt seien es an den fünf Übergängen etwa 30.000 Menschen pro Tag, die die "Kontaktlinie" überschreiten wollen, berichtete Waskowycz.

Schlechte Versorgungslage

Die Menschen aus den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten müssten herüberkommen, um sich ihre Pension abzuholen oder sich mit Lebensmitteln und anderen Produkten einzudecken. "Die Versorgungslage in den Separatistengebieten sei äußerst schlecht, so der Caritas-Funktionär. "Und was es gibt, ist sehr teuer." Viele Zivilisten stünden allerdings nur für Geschäftsleute im Separatistengebiet in der Schlange, kauften in deren Auftrag auf der ukrainischen Seite Obst und andere Dinge, brächten sie zurück und verdienten so etwas Geld.

Kinder leiden besonders Not

Waskowycz zeigte sich skeptisch mit Blick auf eine mögliche politische Lösung zur Beendigung des Konflikts in der Ostukraine. "Die Leute werden weiter leiden", sagte er. Jederzeit könne etwas Schlimmes passieren; das bedeute enormen Stress für die Betroffenen. "Sie wissen nicht, wann der Beschuss wieder losgeht, und vor allem: Sie haben keine Perspektiven." Vor allem für die Kinder sei das eine untragbare Situation, mit der man sich nicht abfinden dürfe, so Waskowycz.

(KNA)

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