Luftaufnahmen des Vulkans Anak Krakatau in der Sunda-Meerenge
Luftaufnahmen des Vulkans Anak Krakatau in der Sunda-Meerenge
Ein Bewohner in Carita geht an einem durch einen Tsunami beschädigten Ort vorbei.
Ein Bewohner in Carita geht an einem durch einen Tsunami beschädigten Ort vorbei.
Schwere Schäden nach dem Tsunami in Indonesien
Schwere Schäden nach dem Tsunami in Indonesien
Indonesien mit Lage des Vulkans Anak Krakatau und der betroffenen Gebiete
Indonesien mit Lage des Vulkans Anak Krakatau und der betroffenen Gebiete

24.12.2018

Papst ruft zu Hilfe und Gebet auf Tsunami in Indonesien

Der Papst hat zum Gebet für Indonesien aufgerufen. Dort sind am Samstagabend enorme Flutwellen über die Inseln Sumatra und Java hereingebrochen. Bislang wurden mehr als 370 Tote geborgen.

Ein Tsunami in Indonesien hat am Samstagabend nach jüngsten Angaben mehr als 370 Todesopfer gefordert. Medizinische Helfer und Rettungsteams sind in der Provinz Banten auf Java und Provinz Lampung auf Sumatra eingetroffen, um die mehr als 1.500 Verletzten zu versorgen, berichten Hilfsorganisationen sowie die Katastrophenschutzbehörde in Jakarta. Dutzende Menschen würden noch vermisst.

Papst Franziskus rief am Sonntag zu internationaler Unterstützung und zum Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen auf. Mit den Teilnehmern des Mittagsgebets auf dem Petersplatz betete er am Sonntag für die Opfer und ihre Angehörigen. 

Rettungsmaßnahmen angelaufen

Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde traf der Tsunami die Menschen ohne Vorwarnung. Die Ursache der mehr als drei Meter hohen Welle ist noch nicht eindeutig geklärt. Experten vermuten, der Ausbruch des in der Sundstraße zwischen Java und Sumatra gelegenen Vulkans Anak Krakatau könne einen Erdrutsch unter Wasser verursacht und dieser den Tsunami ausgelöst haben.

Als fatal erwies sich eine von der indonesischen Behörde für Geophysik (BMKG) veröffentlichte Entwarnung. Man habe kein Erdbeben registriert: "Das ... war kein Tsunami, sondern eine Flutwelle. Bleiben Sie ruhig." Nach Angaben des Zentrums für Vulkanologie (PVMBG) werden derzeit bei 20 der 120 indonesischen Vulkane erhöhte seismische Aktivitäten registriert.

Hilfsorganisationen im Einsatz

Das Indonesische Rote Kreuz erklärte, Freiwillige hätten bereits kurz nach dem Tsunami damit begonnen, Verletzte zu versorgen und nach Vermissten zu suchen. "Ärzte ohne Grenzen" begann von der Hafenstadt Labuan aus, bei der Versorgung von Überlebenden mitzuhelfen. Auch deutsche Hilfswerke wie Caritas, Malteser und Diakonie Katastrophenhilfe, Misereor und Help schickten Erkundungsteams los, bereiteten Einsätze vor und stellten finanzielle Soforthilfe bereit.

 Das nationale Netzwerk katholischer Gesundheitsorganisationen "Perdhaki" habe bereits ein medizinisches Team in die betroffene Region Banten geschickt, erklärte Elisabeth Bially, Asien-Abteilungsleiterin bei Misereor in Aachen. Das Jahr 2018 sei für die Menschen in Indonesien ein besonders schweres Jahr gewesen. "Nach dem Erdbeben auf Lombok und dem verheerenden Tsunami vor Sulawesi mit über 2.000 Toten ist der Tsunami jetzt die dritte Katastrophe, die die Menschen und vor allem die Helfer vor Ort bewältigen müssen."

Die katholische Hilfsorganisation Misereor stellte nach eigenen Angaben 30.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung.

Mitgefühl von Steinmeier und Merkel

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigten sich betroffen. Steinmeier schrieb in einem ein Kondolenztelegramm an Indonesiens Präsidenten Joko Widodo: "Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer, den Verletzten, denen wir baldige Genesung wünschen, und den vielen Helfern vor Ort bei ihrem herausfordernden Einsatz." Merkel schrieb: "In diesen schweren Stunden möchte ich Ihrem Land mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer sowie den vielen Verletzten."

Erdrutsche, Hochwasser, Wolkenbrüche, Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche gehören zum Alltag der aus rund 17.000 Inseln bestehenden Republik Indonesien. Allein in diesem Sommer forderten Erdbeben auf Lombok und ein Tsunami auf Sulawesi Tausende Menschenleben. Am zweiten Weihnachtstag 2004 starben durch ein Seebeben im Indischen Ozean mehr als 200.000 Menschen, davon 165.000 im indonesischen Aceh. Indonesien liegt im "Pazifischen Feuerring" mit als 450 aktiven Vulkanen rund um den Pazifik.

(KNA)

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