05.12.2018

Politik und Organisationen zum Tag des Ehrenamtes 30 Millionen als "Stütze der Gesellschaft"

Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes an diesem Mittwoch unterstreichen Politiker und Organisationen die Bedeutung des sozialen Engagements vieler Menschen für das Allgemeinwohl: Selbst wirksam zu sein, sei eine beglückende Erfahrung.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) würdigte den Einsatz von Jugendlichen. "Es ist sehr wertvoll, schon als junger Mensch zu erfahren, dass die Welt um uns herum durch unser Engagement verändert werden kann", sagte Giffey der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Dienstag in Tübingen. "Wer das früh erlebt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Leben lang engagiert bleiben."

Das Leben Einzelner schöner machen

Nicht immer gehe es beim bürgerschaftlichen Engagement um Leben und Tod. Aber es gehe jedes Mal darum, "das Leben einzelner Menschen und unser Miteinander besser zu machen und schöner zu gestalten". Über 30 Millionen Menschen engagierten sich in Deutschland. "All diese Menschen merken: Mein Engagement tut nicht nur denjenigen gut, für die ich mich engagiere, es tut mir selbst auch gut", so Giffey. Auch die Beratungsplattform Juuuport und die "Nummer gegen Kummer" weisen auf ihre rund 2.500 jugendlichen Ehrenamtlichen hin, die ratsuchende Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lebenslagen helfen.

Giffey forderte bessere Bedingungen für das Ehrenamt. "Viele weitere Menschen wollen auch etwas tun. Ihnen müssen wir gute Gelegenheiten bieten, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen", erklärte Giffey, die am Mittwoch den Deutschen Engagementpreis 2018 in Berlin verleihen wird.

Keine Selbstverständlichkeit

Der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) sagte bei der Verleihung des Förderpreises "Helfende Hand" am Montag, dass das Ehrenamt ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sei. "Aber diese Selbstverständlichkeit darf nicht dazu führen, dass wir vergessen, was die Menschen leisten, wie viel Freizeit und auch privates Engagement sie einbringen und welchen Belastungen und Herausforderungen sie dabei ausgesetzt sind."

Die Deutsche Krebshilfe unterstrich den persönlichen Einsatz zahlreicher Menschen, der für Organisationen unverzichtbar sei. Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe sprach von einer wertvollen Stütze der Gesellschaft.

41,5 Prozent der Ehrenamtlichen sind Frauen

Der Deutsche Frauenrat forderte eine Stärkung des Bewusstseins für ehrenamtliche Arbeit von Frauen. 41,5 Prozent der ehrenamtlich Tätigen seien Frauen. "Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und traditionelle Geschlechterrollen setzen sich in den verschiedenen Bereichen des Engagements fort", kritisierte Vorstandsmitglied Ursula Braunewell. Der Rat setze sich deswegen unter anderem für eine bessere Anerkennung der dabei erworbenen Qualifikationen ein.

Der Deutscher Landfrauenverband (dlv) machte deutlich, dass ehrenamtliches Engagement vor allem im ländlichen Raum unverzichtbar sei. Präsidentin Brigitte Scherb pochte auf Verbesserungen: "Das heißt auch, dass wir schnelles Internet brauchen, an jeder Milchkanne und an jedem anderen Ort."

(KNA)

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