Symbolbild Hunger
Symbolbild Hunger

08.10.2018

"Woche der Welthungerhilfe" gestartet Aktionen gegen den Hunger auf der Welt

Als Schirmherr hat Bundespräsident Steinmeier am Sonntag den Startschuss für die "Woche der Welthungerhilfe" gegeben. Dahinter verbergen sich verschiedene Aktionen für jedermann zum Mitmachen – in der analogen und der digitalen Welt.

DOMRADIO.DE: Was hat man sich denn konkret unter der "Woche der Welthungerhilfe" vorzustellen?

Simone Pott (Welthungerhilfe): Es ist eine Woche, in der wir auf unsere Aktion aufmerksam machen wollen, in der wir den Bundesbürgerinnen und Bürgern zeigen wollen, wie sie sich aktiv am Kampf gegen den Hunger beteiligen können. Wir wollen natürlich auch ganz konkret Spenden sammeln. Es ist eine Mischung aus Informieren, Mitmachen und konkretem Helfen, so wie das auch der Bundespräsident bei seiner Ansprache gesagt hat.

DOMRADIO.DE: Was sind das für Veranstaltungen? Wie sieht diese Woche konkret im Einzelnen aus?

Pott: Das ist ganz unterschiedlich. Das hängt davon ab, wie unsere Unterstützer, aber vielleicht auch andere Menschen, die sich zum ersten Mal engagieren wollen, aktiv werden.

Es gab zum Beispiel in der letzten Woche schon ein Konzert "Rock gegen den Hunger" in Hamburg, wo Bands aus verschiedenen Unternehmen gegeneinander antreten und die beste Band gekürt wird. Es gab in Bonn schon einen "Zero hunger run", das heißt Bonner und Kölner Bürgerinnen und Bürger sind etwa fünf oder zehn Kilometer für uns bei einem Charity-Lauf gelaufen, selbst ganz Kleine waren beim Kids-run schon am Start. In dieser Woche zum Beispiel ist unsere Aktionsgruppe in Leer mit einer Brot-Aktion unterwegs. Da sollen Bäckereien ein bestimmtes Soli-Brot backen. In Lohr am Main sind die Lohrer Hausfrauen traditionell in den Straßen aktiv und sammeln für konkrete Projekte der Welthungerhilfe.

Das heißt, jeder entscheidet eigentlich für sich selber, was er für sich machen kann. Es sind zum Teil Menschen, die in dieser Woche Geburtstag haben und auf Geschenke verzichten und stattdessen lieber für uns sammeln wollen. Aber es gibt zum Beispiel auch eine Aktionsgruppe in Oberhausen, die immer ein Waffelstand hat und Spielzeug verkauft. Also, da sind wirklich der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

DOMRADIO.DE: Auch in den sozialen Medien soll gegen Hunger und Armut vorgegangen werden - und zwar unter dem Hashtag "Es reicht für alle". Wie genau soll diese Kampagne ablaufen? Worum geht es da?

Pott: Es geht eigentlich darum, dass wir sagen, auf der Welt gibt es eigentlich genügend Nahrungsmittel für alle. Kein Mensch müsste mehr hungern, denn wir produzieren ja genug Nahrung. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es eigentlich genügend für alle gibt.

Wir haben Prominente gebeten, uns da zu unterstützen und unter diesem Hashtag Bilder zu posten, wo mit diesem Slogan geworben wird. Man kann natürlich auch sich selbst fotografieren, diese Fotos teilen und uns dann auf unserer Homepage dabei unterstützen.

DOMRADIO.DE: Bundespräsident Steinmeier ist Schirmherr der Aktion. Der hat in einer Ansprache in ARD und ZDF zu Spenden für die Welthungerhilfe aufgerufen und deren Arbeit gewürdigt. Wie wichtig ist denn diese Anerkennung von so hoher Stelle?

Pott: Der Bundespräsident ist sozusagen seit Gründung der Welthungerhilfe unser Schirmherr, und diese Schirmherrschaft ist für uns enorm wichtig. Auf der einen Seite bedeutet es auch, dass wir eine Organisation sind, die sehr, sehr sorgsam mit Spendengeldern umgeht, die sich bemüht, dass wir die Bevölkerung hier in Deutschland auch mitnehmen.

Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich über diese Unterstützung, denn es zeigt auch, wie gut wir bisher arbeiten konnten und mit welchem Erfolg wir auch die Projekte umsetzen konnten. Die Unterstützung durch den Bundespräsidenten ist für uns natürlich eine ganz besondere Auszeichnung.

DOMRADIO.DE: Mit Blick auf die Weltkarte: Wo ist denn die Problematik Hunger aktuell am größten?

Pott: In den Ländern, in denen Kriege herrschen, in denen bewaffnete Konflikte herrschen, ist der Hunger natürlich besonders groß. Man sieht es im Jemen, wo die UN vor einer neuen Hungersnot warnt. Man sieht es aber auch in Ländern wie Syrien, im Südsudan oder in Somalia, das heißt dort, wo die Menschen gezwungen sind zu fliehen, ihre Existenz aufzugeben, ist Hunger natürlich besonders groß. Wir sehen auch, dass es in Afrika südlich der Sahara immer noch die größten Probleme weltweit gibt.

Also, es gibt bestimmte Hotspots. Aber wir können natürlich auch sehen, dass es Gebiete gibt, wo wir uns deutlich verbessern können. Wir versuchen das jedes Jahr in einem Welt-Hunger-Index festzuhalten. Dieser Welthungerhilfe-Index wird am Donnerstag auch im Rahmen der Woche der Welthungerhilfe vorgestellt. Dort werden wir zeigen, wo es die besten Erfolge gab und wo wir natürlich auch Rückschritte in Kauf nehmen mussten.

Das Interview führte Moritz Dege.

(DR)

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