Katholische Kirche kritisiert Kita-Reform in NRW
Gummistiefel mit Blumen hängen am Zaun eines Kindergartens
Christlich-muslimischer Kindergarten "Abrahams Kinder"
Christlich-muslimischer Kindergarten "Abrahams Kinder"

29.08.2018

Autor von Hetz-Flyern gegen christlich-muslimische Kita aufgetaucht Anonymes Bekennerschreiben

"Überlegen Sie sich genau, wem sie ihre Kinder anvertrauen" stand auf Flugblättern gegen die bundesweit erste christlich-muslimische Kindertagesstätte "Abrahams Kinder" in Niedersachsen. Nun sind anonyme Bekennerbriefe aufgetaucht.

Der mutmaßliche Verfasser der Flugblätter habe sich gemeldet, sagte der Vorsitzende des Planungskomitees der Kita in Gifhorn, Martin Wrasmann, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ein an das Gremium gerichtetes Schreiben sei mit den Namen "Jordan Schwarz" unterzeichnet worden. Wrasmann bestätigte damit einen Bericht der "Braunschweiger Zeitung" (Mittwoch). Bekennerschreiben mit dem selben Unterzeichnernamen gingen demnach auch bei der Zeitung und beim Zentralrat der Juden in Deutschland ein.

Sieben Briefe mit heftigen Beschimpfungen

Bereits seit Mai waren Wrasmann zufolge in Gifhorn Faltblätter am Rande von kirchlichen Festen wie Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt verteilt worden. Die Flyer hätten unter anderem aus dem Kontext gerissene Äußerungen von Politikern über den türkischen Islam-Verband Ditib enthalten.

Auf den ersten Blick hätten die Flugblätter so gewirkt, als würden sie Werbung für die Kita "Abrahams Kinder" machen. Allerdings seien die Leser mit dem Zusatz "Überlegen Sie sich genau, wem sie ihre Kinder anvertrauen" aufgefordert worden, Begriffe wie "Islamismus" zu googeln.

Zudem habe das Trägerkomitee der Kita in den vergangenen Monaten insgesamt sieben Briefe erhalten, immer mit heftigen Beschimpfungen wegen der Zusammenarbeit mit Ditib.

2021 erste christlich-jüdisch-muslimische Kindertagesstätte

In der Kita betreuen seit Anfang August in den Räumen einer früheren katholischen Kindertagesstätte vier Erzieherinnen insgesamt 15 Kinder zwischen einem und fünf Jahren, die etwa je zur Hälfte aus muslimischen und christlichen Familien stammen. Ein ähnliches Projekt ist den Angaben zufolge bislang nur in Berlin geplant.

Dort soll den Angaben zufolge im Jahr 2021 eine christlich-jüdisch-muslimische Kindertagesstätte eröffnen. Eine feste jüdische Gemeinde, die sich in Gifhorn beteiligen könnte, gibt es in der niedersächsischen Stadt allerdings nicht.

(epd)

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