USA, McAllen: Ein Kleinkind, das als illegaler Migrant festgehalten wurde
USA, McAllen: Ein Kleinkind, das als illegaler Migrant festgehalten wurde

16.08.2018

Unicef fordert mehr Schutz von Kindern vor erzwungener Migration Zurück ins Nichts

Gewalt und Hunger treiben viele Kinder in Mittelamerika in die Flucht. Wenn sie wieder in ihre Heimat abgeschoben würden, stünden sie laut Unicef oft vor dem Nichts. Das UN-Kinderhilfswerk forderte die Regierungen auf, die Kinder besser zu schützen.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat an die Regierungen in Mittelamerika appelliert, Kinder besser vor erzwungener Flucht zu schützen. Viele Jungen und Mädchen seien in einem Teufelskreis gefangen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

"Extreme Gewalt und Armut treiben sie in die irreguläre Migration, doch Abschiebungen zurück in die Heimat bringen sie häufig in noch größere Gefahr und Not." Wenn Kinder aus Mexiko und den USA in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden, stünden sie häufig wegen finanzieller Not, aus Angst vor Gewalt und Stigmatisierung vor noch größeren Schwierigkeiten. Viele Kinder würden gezielt von kriminellen Banden angesprochen, misshandelt und sogar ermordet.

Kinder geraten ins Visier von Gangs

"Häufig haben Kinder, die in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden, kein Zuhause, in das sie zurückkehren können, sind hoch verschuldet oder geraten ins Visier von Gangs", erklärte Marita Perceval, Unicef-Regionaldirektorin für Lateinamerika und die Karibik. In dieser schwierigen Situation sei es wahrscheinlicher, dass sie sich erneut auf den Weg in ein anderes Land machen.

Unicef forderte die Regierungen Mittelamerikas und der USA auf, Kinder in Transit- und Zielländern zu schützen und ihnen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen ermöglichen. Außerdem sollten sie sicherstellen, dass Abschiebungen nur dann stattfinden, wenn sie im Sinne des Kindeswohls sind und die Kinder bei einer erfolgreichen Reintegration unterstützt werden. Von 2016 bis April 2018 wurden allein aus Mexiko 68.409 migrierte Kinder inhaftiert, 91 Prozent von ihnen wurde nach Mittelamerika abgeschoben.

Hohe Gewalt gegen Kinder

 El Salvador, Guatemala und Honduras gehören zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. In El Salvador leben nach Unicef-Angaben 44 Prozent der Kinder in Armut, in Guatemala und Honduras sind es 68 und 74 Prozent. Die Gewalt gegen Kinder ist sehr hoch. Zwischen 2008 und 2016 wurde in Honduras durchschnittlich ein Kind pro Tag getötet. In El Salvador wurden allein im vergangenen Jahr 365 Kinder ermordet. In Guatemala kamen im vergangenen Jahr 942 Mädchen und Jungen gewaltsam zu Tode.

(epd)

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