Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch
Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch
Amnesty International
Amnesty International

27.06.2018

Amnesty prangert Menschenrechtsverletzungen in Myanmar an 700.000 Rohingya zur Flucht gezwungen

Myanmars Militär hat Menschenrechtlern zufolge seit August 2017 mehr als 702.000 Rohingya aus dem Teilstaat Rakhine zur Flucht nach Bangladesch gezwungen. Das geht aus einem in New York vorgestellten Bericht von Amnesty International hervor. 

Die Verantwortung für begangene Menschenrechtsverletzungen reiche bis in die obersten Befehlsstrukturen der Armee, hieß es. Amnesty führte nach eigenen Angaben in den vergangenen neun Monaten rund 400 Interviews und wertete Satellitenbilder, Foto- und Videoaufnahmen sowie kriminaltechnische Untersuchungen aus.

"Im Teilstaat Rakhine kam es zu massenhaften Vergewaltigungen, Verschwindenlassen, Folter mit Todesfolge und Massakern an den Rohingya durch Polizei und Militär", sagte die Asien-Expertin bei Amnesty International in Deutschland, Anika Becher. Hunderte Dörfer seien niedergebrannt und tausende Menschen auf grausame Weise ermordet worden. "Viele starben im Feuer, wurden auf der Flucht erschossen oder bei Massenhinrichtungen ermordet", so Becher. Die Sicherheitskräfte in Myanmar hätten neun der im Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofes genannten Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.

"Massenhafte und systematische Angriffe auf Rohingya"

Der Bericht benennt Militäreinheiten, die in diese Menschenrechtsverletzungen involviert gewesen seien. "Einsatzkräfte der Militäroperation sind verpflichtet, hochrangige Offiziere genauestens über ihre Einsätze zu informieren", so Becher. Demnach müssten Militärs von den systematischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewusst haben oder an der Planung und Durchführung beteiligt gewesen sein. Neben Armeechef Min Aung Hlaing seien zwölf weitere Personen identifiziert worden, die bei diesen Menschenrechtsverletzungen eine Schlüsselrolle gespielt hätten. Er und alle weiteren Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte die Amnesty-Expertin.

Einer Vielzahl von Beweisen zufolge handele es sich um "massenhafte, koordinierte und systematische Angriffe" auf die Rohingya, mit dem Ziel, sie aus Myanmar zu vertreiben. Amnesty forderte den UN-Sicherheitsrat auf, das Geschehen in Myanmar an den Internationalen Strafgerichtshof zu überweisen und ein umfassendes Waffenembargo sowie gezielte finanzielle Sanktionen gegen Verantwortliche zu verhängen. Zudem sollte mit Hilfe des UN-Menschenrechtsrates im Hinblick auf spätere Strafverfahren ein Mechanismus zur Sicherung von Beweisen entwickelt werden, hieß es.

(KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 07.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Adveniat zum Welttag der Indigenen - Appell des Lateinamerika-Hilfswerks zum UNO-Gedenktag
  • Donauwellen: Göttliches auf den Premiumwanderwegen
  • Im Bücherplausch: "Verschollen in Palma" und "Doppelte Spur"
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Adveniat zum Welttag der Indigenen - Appell des Lateinamerika-Hilfswerks zum UNO-Gedenktag
  • Donauwellen: Göttliches auf den Premiumwanderwegen
  • Im Bücherplausch: "Verschollen in Palma" und "Doppelte Spur"
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" - Verwunderung über Vatikan-Note zum Taufritus
  • Café Mortel – Erstes Kölner Death Café
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" - Verwunderung über Vatikan-Note zum Taufritus
  • Café Mortel – Erstes Kölner Death Café
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Caritas International ruft zur Solidarität für Beirut auf
  • Adveniat zum Welttag der Indigenen - Appell des Lateinamerika-Hilfswerks zum UNO-Gedenktag
  • "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" - Verwunderung über Vatikan-Note zum Taufritus
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…