Ein Trauernder hält ein gezeichnetes Bild der verstorbenen Anti-Apartheidskämpferin Winnie Madikizela-Mandela
Ein Trauernder hält ein gezeichnetes Bild der verstorbenen Anti-Apartheidskämpferin Winnie Madikizela-Mandela
Ein Soldat geht vor dem Sarg der verstorbenen Anti-Apartheidskämpferin Winnie Madikizela-Mandela
Ein Soldat geht vor dem Sarg der verstorbenen Anti-Apartheidskämpferin Winnie Madikizela-Mandela

14.04.2018

Südafrika nimmt Abschied von Winnie Madikizela-Mandela "Heldin eines ganzen Kontinents"

Zehntausende haben am Samstag bei einem Staatsbegräbnis Abschied von der Anti-Apartheids-Kämpferin Winnie Madikizela-Mandela genommen. An dem Begräbnis nahmen auch zahlreiche afrikanische Staats- und Regierungschefs teil.

Tausende Südafrikaner haben am Samstag Abschied von Anti-Apartheid-Aktivistin Winnie Madikizela-Mandela genommen. Unter den Trauergästen waren neben afrikanischen Politikern auch das Supermodel Naomi Campbell, Schauspieler Idris Elba und der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson.

Dem Begräbnis in Johannesburg ging eine Trauerfeier im Fußballstadion in Soweto voraus. Dabei erinnerten die Menschen an den Freiheitskampf der Aktivistin und Ex-Frau des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela. "Sie war die Heldin eines ganzen Kontinents und uns allen ein wahres Symbol des Widerstands", erklärte Campbell auf der Bühne. Nach Denis Sassou-Nguesso, Präsident von Kongo-Brazzaville, würdigte auch Namibias Präsident Hage Geingob die Verstorbene: Madikizela-Mandelas "Zuhause" sei das südafrikanische Volk geblieben.

Im April im Alter von 81 Jahren gestorben

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa lobte Madikizela-Mandelas Einsatz für eine "gerechte und gleichwertige Gesellschaft". Jesse Jackson hatte bereits am Freitag betont: "Während Nelson Mandela 27 Jahre im Gefängnis war, zog sie zwei Kinder groß und war gleichzeitig Mutter einer ganzen Nation."

Madikizela-Mandela war Anfang April im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus in Johannesburg gestorben. Sie war eine der der ersten Frauen, die 1969 unter dem Terrorismusgesetz des weißen Apartheid-Regimes verurteilt wurde. Zwei Jahre zuvor hatte sie den Freiheitskämpfer und späteren Präsidenten Nelson Mandela kennengelernt.

Bekundungen der Anteilnahme kamen aus der ganzen Welt. In New York sprach am Freitag auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres der Familie Mandela sein Beileid aus.

(KNA)

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