Zwei Tote nach Messerangriff in Hamburg
Zwei Tote nach Messerangriff in Hamburg
Bischöfin Fehrs (l.) und Erzbischof Heße
Bischöfin Fehrs (l.) und Erzbischof Heße

12.04.2018

Erzbischof Heße bestürzt nach Messerangriff in Hamburg "Tat trifft uns alle "

Schlimmes Verbrechen mitten in Hamburg: Ein einjähriges Mädchen und seine Mutter sind bei einem Messerangriff an einem belebten Bahnsteig am Jungfernstieg getötet worden. Erzbischof Stefan Heße zeigte sich tief betroffen von der Tat.

"Wir als Christen wollen an die beiden ermordeten Menschen und an alle Angehörigen denken und für sie gerade jetzt in diesen schweren Stunden beten", sagte er in Hamburg.

Die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs sagte, Hamburg stehe erschrocken vor der Gewalttat. Die bislang bekannt gewordenen Umstände erinnerten daran, dass Frauen und Kinder immer noch viel zu oft zu Opfern familiärer Gewalt werden. "Meine Gedanken und Gebete sind bei den beiden, die so brutal aus dem Leben gerissen wurden, und bei ihren Angehörigen."

Verdächtiger festgenommen

Der Ex-Mann der Frau wurde am Donnerstag als Verdächtiger festgenommen - er ist auch der Vater des Kindes. Die Hintergründe des Familiendramas waren noch unklar. Der 33-Jährige aus dem Niger habe "sehr gezielt und sehr massiv" auf seine beiden Opfer eingestochen, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Die Tatwaffe sei noch nicht gefunden.

Der Verdächtige hatte laut Polizei selbst den Notruf gewählt, dieser erreichte die Polizei gegen 10.50 Uhr. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Das Mädchen starb noch am Tatort. Die Mutter erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Aber: "Viele Details sind momentan noch für uns völlig unklar", sagte Zill.

Videoauswertung

Seinen Angaben zufolge waren zum Zeitpunkt der Tat zahlreiche Menschen am Bahnhof. Es gebe deshalb viele Zeugen, die befragt würden. Ein Kriseninterventionsteam sei vor Ort. Die Auswertung von Videos dauere an.

Der Bereich am Jungfernstieg wurde weiträumig abgesperrt, zeitweise kam es deshalb zu Behinderungen im Straßenverkehr. Die Hamburger S-Bahn meldete, dass der Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Altona wegen des Polizeieinsatzes gesperrt sei. Der Zugang zur S-Bahn war nach der Tat erst einmal nicht möglich.

(KNA, dpa)

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