Protestaktion von Indigenen in Brasilien
Protestaktion von Indigenen in Brasilien

18.03.2018

Weltsozialforum endet im brasilianischen Salvador "Widerstand ist Entwicklung"

Zum Ende des Weltsozialforums in Brasilien haben Teilnehmer ein positives Fazit des weltweiten Treffens sozialer Aktivisten gezogen. Es habe sich weiterhin als eine wichtige politische und kulturelle Plattform für einen weltweiten Austausch erwiesen.

Mit einem bunten Abschlussfest ist am Samstag im nordostbrasilianischen Salvador da Bahia das diesjährige Weltsozialforum. Trotz Organisationsproblemen lobten viele Teilnehmer die konstruktiven Ansätze auf dem seit Dienstag andauernden Treffen der globalen Zivilgesellschaft. Das von vielen vorausgesagte Ende der Forum-Bewegung sei nicht eingetroffen, so das Resümee der kirchlichen Hilfsorganisation "Brot für die Welt".

Bedeutungsverlust auf dem Weltsozialforum

Genau wie seinem kapitalistischen Pendant, dem Weltwirtschaftsforum in Davos, hatten Kritiker zuletzt auch dem Weltsozialforum einen Bedeutungsverlust prophezeit. Man lebe in Zeiten, in denen die Rufe nach einem Ende der Globalisierung und dem Rückzug auf nationalstaatlichen Isolationismus lauter würden. Foren mit dem Anspruch, Probleme auf globaler Ebene zu lösen, hätten derzeit einen schweren Stand. Derartigem Pessimismus wollte man in Salvador entgegentreten.

"Das Weltsozialforum hat Zukunft", resümierte auch Francisco Mari, Referent für Agrarhandel bei "Brot für die Welt". Das Forum sei immer noch eine wichtige politische und kulturelle Plattform, die Raum für den Austausch unter sozialen Bewegungen ermögliche. Unterteilt in 19 thematische Achsen wurde dabei über Themenstellungen wie "Eine Welt ohne Rassismus", "Indigene Völker", "Feminismus und der Kampf der Frauen" und "Menschenrechte" diskutiert.

Dominanz brasilianischer Themen

Kritisch äußerte sich Mari jedoch über die Dominanz brasilianischer Themen auf dem Forum. So überschattete zum einen die drohende Verhaftung von Brasiliens sozialdemokratischem Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva die restlichen Aktivitäten. Lula war wegen Korruption zu langer Haft verurteilt worden – ein politisches Urteil der Justiz, die seine Kandidatur bei den Oktoberwahlen verhindern will, so die Lesart seiner Verteidiger. Lula und seine Sympathisanten traten im Rahmen des Forums auf.

Zudem wühlte die Ermordung der linken brasilianischen Menschenrechtsaktivistin Marielle Franco das Forum auf. Franco war am Mittwoch in Rio de Janeiro mutmaßlich von korrupten Polizisten ermordet worden. Die Organisation des Forums reagierte darauf mit spontan einberufenen Demonstrationen und neuen Programmpunkten.

Deutlicher Stellung beziehen

"Statt die Welt nach Brasilien zu holen, hat sich Brasilien der Welt dargestellt", so Maris Kritik. Man müsse zukünftig darauf achten, deutlicher zu den globalen Auseinandersetzungen Stellung zu beziehen. Nach Aussagen der Organisatoren kamen unter dem Motto "Widerstehen heißt gestalten, widerstehen heißt verändern" insgesamt rund 60.000 Menschen aus 120 Ländern in Salvador zusammen.

(KNA)

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