Facebook Digitaler Nachlass
Internet-Netzwerk Facebook unter die Lupe nehmen
Peter Dabrock
Ethik-Professor Peter Dabrock

19.02.2018

Ethikrat-Vorsitzender Dabrock: Facebook bei den Hörnern packen "Emotionalisierte Kommunikation"

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, fordert einen besseren Schutz in sozialen Netzwerken und möchte eine Art TÜV für Facebook einführen. Die Datensouveränität müsse gewährleistet werden.

Ihm schwebe ein "Treuhänder-Verfahren" vor: "Der Einzelne könnte über die Schnittstellen dieser Organisationen eingreifen und über die Verwendung seiner Daten bestimmen", erklärte der Erlanger Ethik-Professor im Interview mit den "Nürnberger Nachrichten" am Montag.

Konzepte entwickeln, die Datensouveränität zurückerhalte

Von der Politik forderte er, Konzepte zu entwickeln, mit denen der Bürger seine Datensouveränität zurückerhalte. Mit Sorge betrachtet er, dass die sozialen Medien häufig polarisierten. Dies sei problematisch für eine Gesellschaft, "die davon lebt, dass es sozialen Kitt und etwas Gemeinsames gibt".

In der Kommunikation in den sozialen Netzwerken finde eine extreme Emotionalisierung statt, so der evangelische Theologe. "Facebook will die Leute möglichst lange auf seinen Seiten halten, was durch eine möglichst emotionalisierte Kommunikation erreicht wird. Emotionalisierung hat aber in der Regel eine Tendenz zur Radikalisierung und Extremposition."

Monopolstrukturen von Facebook und Co. aufsprengen

Kritisch äußerte sich Dabrock auch zur wirtschaftlichen Macht von Facebook, Amazon und Google. Sie steuerten "auf Monopolstrukturen zu, wie wir sie in der Geschichte der Weltwirtschaft so noch nicht gehabt haben". Der Einfluss dieser drei Unternehmen sei bereits so gewaltig, dass er politisch fast nicht mehr aufzusprengen sei. "Allerdings machen jüngst Gerichtsurteile in Brüssel und Berlin Mut, dass noch nicht aller Tage Abend ist."

Dabrock ist Mitglied in einem von Facebook initiierten Gesprächskreis, der sich mit "Digitalität und Verantwortung" beschäftigt. Die Aktivitäten von Facebook sieht er kritisch: Man dürfe nicht "warten, dass eine noch subtilere Form der individuellen und kollektiven Beeinflussung durch solche Plattformen stattfindet".

(KNA)

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