Die Regelung um den Familiennachzug für Flüchtlinge bleibt Streitthema
Die Regelung um den Familiennachzug für Flüchtlinge bleibt Streitthema
KD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm
Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in Moskau

22.12.2017

Evangelische Kirche plädiert für mehr Familiennachzug "Wir müssen alles dafür tun, die Menschen zu integrieren"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, appelliert an die Politik, den Familiennachzug von Flüchtlingen nicht länger auszusetzen.

"Wenn Flüchtlinge ihre Familien nach Deutschland holen können, wenn die Kinder und Ehefrauen kommen, dann tut das der Integration sehr gut", sagte er im Interview der "Passauer Neuen Presse" am Freitag: "Das ist aber nicht nur sinnvoll, es ist ein Gebot der Menschlichkeit." Der Familiennachzug dürfe nicht länger ausgesetzt bleiben, denn "Flüchtlinge und ihre Angehörigen verdienen Schutz".

Grundbereitschaft zu helfen ist da

Wichtig wäre aus seiner Sicht zudem, "dass Menschen, die ein Aufenthaltsrecht haben, nicht nur rumsitzen müssen, sondern gleich arbeiten können". Dafür müssten Arbeitserlaubnisse erteilt werden. "Wir müssen alles dafür tun, die Menschen zu integrieren."

Es gebe nach wie vor "eine große Grundbereitschaft, Menschen in Not zu helfen", ergänzte der bayerische Landesbischof: "Ob in Kirchengemeinden oder Bürgerinitiativen, überall wird sehr viel dafür geleistet, dass die Integration gelingt. Allen war bewusst, dass dies ein sehr schwieriger und langwieriger Weg werden wird."

Waffenexporte und Billigexporte stoppen

Weiter betonte der EKD-Chef, man müsse Waffenexporte in Krisengebiete stoppen, um Fluchtursachen zu bekämpfen: "Wir müssen endlich damit aufhören, die Mittel zur Verfügung zu stellen, die solche Kriege erst möglich machen." Die humanitäre Katastrophe im Jemen etwa werde auch durch deutsche Rüstungsexporte verschärft.

Von zentraler Bedeutung seien auch die weltweiten Handelsbeziehungen, so der Bischof weiter: "Durch Billigimporte in afrikanische Länder werden die Märkte dort zerstört. Wenn dann dort versucht wird, das mit Entwicklungshilfe nachträglich zu korrigieren, ist das geradezu absurd." Zudem werde durch den Klimawandel gerade in vielen Entwicklungsländern das Leben von Menschen gefährdet: "Wir sind mit unseren Appellen an andere nur glaubwürdig, wenn wir auch die eigenen Klimaziele umsetzen."

(KNA)

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