Rentner
IG Metall: Angemessene Rücklagen bilden

14.11.2017

Katholische Verbände setzen sich für Rentenreform ein "An morgen denken"

Mehr Rente für die jetzigen Ruheständler, weniger Beiträge für die arbeitende Bevölkerung - eigentlich gute Nachrichten. Doch katholische Verbände und die IG-Metall dringen darauf, auch die Altersarmut anzugehen.

Angesichts der guten Aussichten für Rentner und Beitragszahler werden die Rufe nach einer vorausschauenden Rentenpolitik lauter. Auch das Rentenbündnis der katholischen Verbände hat seine Forderungen bekräftigt: Durch eine Sockelrente soll Altersarmut verhindert, Kindererziehung besser anerkennt, Pflegezeiten stärker und auch nach Renteneintritt berücksichtigt werden, hieß es.

Das Bündnis verwies bei einem Treffen am Montag in Düsseldorf auf die Postkarten-Aktion "Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen!", bei der Mitglieder der teilnehmenden Verbände Karten beziehen und an wieder- oder neugewählte Abgeordnete schicken können, um sie für die Forderungen des Rentenbündnisses zu gewinnen. Bisher seien mehr als 260.000 Karten bestellt worden.

Mitglieder des Bündnisses sind der Familienbund der Katholiken (FDK), die Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB), das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass die rund 21 Millionen Rentner im Sommer mit einem deutlichen Plus ihrer Bezüge von gut drei Prozent rechnen können. Der Beitragssatz könnte bereits Anfang 2018 um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent sinken.

"Rücklagen bilden"

"Statt heute die Beiträge zu senken, sollte die Regierung an morgen denken und angemessene Rücklagen bilden", sagte das IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Dienstag gibt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Würzburg die voraussichtliche Rentenerhöhung im kommenden Jahr und die Entwicklung des Beitragssatzes bekannt.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Damit die Bezieher von Grundsicherungsleistungen etwas von der prognostizierten Rentenerhöhung haben, fordern wir einen Freibetrag von 200 Euro." Bisher würden die Rentenerhöhungen komplett mit der Grundsicherung verrechnet. "Die Einführung eines Freibetrags wäre ein echter Schritt zur Armutslinderung."

Über die Beitragsentwicklung sagte Urban: "Die Reduzierung des Beitragssatzes um 0,1 Prozentpunkte bringt für einen Durchschnittsverdiener eine Entlastung von knapp 1,60 Euro im Monat." Er warnte davor, dass die Beschäftigen die Senkung spätestens ab 2023 bitter bezahlen müssten. Wegen des Übertritts immer mehr geburtenstarker Jahrgänge in die Rente steige dann der Beitragssatz über viele Jahre. Gleichzeitig werde das Rentenniveau kontinuierlich sinken, mahnte Urban.

Selbstständige und Beamte sollen einzahlen

Nötig sei es, die Rentenversicherung zur Erwerbstätigenversicherung zu entwickeln, in die auch Selbstständige, Beamte und Parlamentarier einzahlen, sagte der Gewerkschafts-Spitzenfunktionär. Mit Blick auf die von der CSU forcierte Ausweitung der Mütterrente mahnte Urban, die Finanzierung von gesamtgesellschaftlichen Leistungen aus Beiträgen würden die Probleme der Rentenversicherung verschärfen. Solche Leistungen müssten aus Steuern finanziert werden.

In Würzburg informiert der Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Alexander Gunkel, über die Finanzentwicklung in der gesetzlichen Rente. Auf Pläne für die Alterssicherung, die auch bei den Jamaika-Sondierungspartnern eine Rolle spielen, geht Co-Vorstandschefin Annelie Buntenbach ein. Zum 1. Juli dieses Jahres war die Rente in Westdeutschland um 1,90 Prozent gestiegen, in den neuen Ländern um 3,59 Prozent.

(KNA, dpa)

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Aktuell: Statement zur Missbrauchs-Studie.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

DOMRADIO in Berlin und Brandenburg

Ab sofort auf DAB+ auch in Berlin und Brandenburg: Das Kölner DOMRADIO!

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 20.09.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Streit in der SPD nach Beförderung des Verfassungsschutzchefs
  • Gib uns Frieden! - heute Friedenskonzert im Kölner Dom
  • Was tun gegen zu hohe Mieten?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tag der Religionen - Moscheebeirat auflösen, ja oder nein?
  • BDKJ feiert Weltkindertag in Köln
  • Kinderschutzbund fordert Bildungsgerechtigkeit
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tag der Religionen - Moscheebeirat auflösen, ja oder nein?
  • BDKJ feiert Weltkindertag in Köln
  • Kinderschutzbund fordert Bildungsgerechtigkeit
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Weinlese im Kloster
  • Meisner-Auktion im Kunsthaus Lempertz
  • Vorwürfe an Papst em. Benedikt XVI
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Weinlese im Kloster
  • Meisner-Auktion im Kunsthaus Lempertz
  • Vorwürfe an Papst em. Benedikt XVI
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Wohnungsnot in Berlin
  • Tag der Religionen - Moscheebeirat auflösen, ja oder nein?
  • BDKJ feiert Weltkindertag in Köln
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen