Eine Prise Hirse in der Hand
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Kinder im SOS Kinderdorf
Kinder im SOS Kinderdorf

16.10.2017

Hilfswerk fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Armut Geringer Fortschritt

Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer leiden 770 Millionen Menschen auf der Welt an extremer Armut. Sie können sich weder einen Arzt leisten noch ihre Kinder zur Schule schicken. Die Hilfsorganisation mahnt die UN, sich mehr für die Beseitigung der Armut einzusetzen.

Zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut an diesem Dienstag hat die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer mehr Mühen angemahnt. "Wenn wir das Null-Armut-Ziel erreichen wollen, müssen wir unsere Anstrengungen massiv steigern", erklärte am Montag der Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer, Louay Yassin, in München. Er sehe Fortschritte: "Seit 1990 hat sich die Zahl der Menschen in extremer Armut halbiert. Aktuell sind noch etwa 10 Prozent der Menschen betroffen."

Weniger als 1,90 Dollar am Tag

Als extrem arm gelte, wer mit weniger als 1,90 Dollar am Tag auskommen müsse. Aus Sicht Yassins ist es allerdings problematisch, dass es weiterhin 770 Millionen Menschen gebe, die hungerten, die sich keinen Arzt leisten könnten und deren Kinder nicht zur Schule gingen. "Für sie ist der Tod allgegenwärtig. Wenn wir das bis 2030 ändern wollen, müssen wir alle, Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Hilfsorganisationen, deutlich mehr tun."

Bis 2030 keine Armut mehr

Das Hilfswerk bezeichnete es als "das ehrgeizigste Vorhaben dieser Art, das es je gab: Bis zum Jahr 2030 soll kein Mensch auf der Welt mehr in extremer Armut leben. Darauf haben sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in der Agenda 2030 geeinigt". SOS-Kinderdörfer weltweit setzen sich nach eigenen Angaben seit fast 70 Jahren für notleidende Kinder und ihre Familien ein.

Ihre Projekte in 135 Ländern bekämpften die Armut strukturell. Auch werde Bildung als "ein wichtiger Schlüssel, um die Armut zu überwinden", gefördert.

(KNA)

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