Diskussion über Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
Diskussion über Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

29.09.2017

Caritas sorgt sich um Zukunft minderjähriger Flüchtlinge "Wir tun alles, dann kommt der Bruch"

Die Caritas im Bistum Münster sorgt sich um die Zukunft vieler unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die jetzt volljährig werden.

Für die Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gebe es nach dem Aufenthalt in Einrichtungen der Erziehungshilfe nur wenige gute Nachsorgeprojekte, erklärte der Diözesancaritasverband am Freitag in Münster.

Viele bleiben ohne Abschluss

Die jungen Leute fielen ansonsten unter das Asylbewerberleistungsgesetz und müssten zurück in Sammelunterkünfte.

In der Regel habe die "kurze, wenn auch intensive Zeit" in der Erziehungshilfe nicht für einen Schulabschluss oder eine weitergehende Perspektive in Ausbildung reichen können.

Zahl der Heimplätze ernorm gestiegen

Die Zahl der Heimplätze in der Erziehungshilfe ist nach Angaben der Caritas 2016 in der Diözese Münster wegen der Aufnahme der jungen Flüchtlinge um 130 auf 2.176 gestiegen.

Alleinreisende Flüchtlinge unter 18 Jahren stellen demnach mittlerweile rund ein Viertel aller Bewohner in den Heimen. Ausgebaut worden seien vor allem die dezentralen Wohngruppenplätze.

Fehlende Perspektiven

Die meisten Geflüchteten seien 2015 im Alter von 16 Jahren gekommen, inzwischen gebe es nur noch einzelne Neuaufnahmen, hieß es weiter. Viele seien inzwischen 18 Jahre alt geworden oder würden es in Kürze.

Nur mit Wohlwollen der Jugendämter gebe es in einigen Regionen Anschlussmöglichkeiten für die volljährig gewordenen Flüchtlinge, beklagte Marion Schulte vom Caritasverband: "Wir tun alles, dann kommt der Bruch."

Netzwerk kann helfen

Eine Lösung sieht Schulte im Aufbau von Netzwerken verschiedener Hilfen. Ein solches Projekt sei gerade im Kreis Kleve von den katholischen Trägern der Jugendhilfe auf den Weg gebracht worden.

(KNA)

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