Hände greifen durch Gefängnisgitter
Hände greifen durch Gefängnisgitter

07.09.2017

Human Rights Watch prangert Folter in Ägypten an "Auf Gerechtigkeit hoffen können"

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der ägyptischen Regierung systematische Folterung politischer Gefangener vor. Auch die Staatsanwaltschaft ignoriere die Misshandlungen und Ungerechtigkeiten.

In dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisation wurden unter anderem Schläge, Elektroschocks, Stress-Positionen eingesetzt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisation. Auch gebe es Vergewaltigungen. Die Staatsanwaltschaft ignoriere es in der Regel, wenn sich Gefangene über Misshandlungen beschwerten.

Straflosigkeit führt zur Hoffnungslosigkeit

"Präsident al-Sisi hat der Polizei und dem Nationalen Sicherheitsdienst de facto grünes Licht dafür gegeben, nach Gutdünken zu foltern", sagte Joe Stork, stellvertretender Leiter der Abteilung Naher Osten bei Human Rights Watch. "Die Straflosigkeit für systematische Folter hat dazu geführt, dass die Bürger nicht mehr auf Gerechtigkeit hoffen können."

Hohe Gefangenenzahl

Der 63-seitige Bericht dokumentiert Folterungen von Verdächtigen, um diese zu Geständnissen oder zur Herausgabe von Informationen zu zwingen oder sie zu bestrafen. Seit dem Militärputsch 2013 haben die ägyptischen Behörden Human Rights Watch zufolge mindestens 60.000 Personen verhaftet oder angeklagt. Mindestens 19 neue Gefängnisse seien wegen der hohen Gefangenenzahlen gebaut worden.

Für den Bericht "'We Do Unreasonable Things Here': Torture and National Security in al-Sisi's Egypt" befragte Human Rights Watch nach eigenen Angaben 19 ehemalige Gefangene sowie Familienangehörige eines weiteren Häftlings, die zwischen 2014 und 2016 gefoltert wurden, ägyptische Verteidiger und Menschenrechtsanwälte. Darüber hinaus wurden Dutzende Berichte über Folter untersucht, die ägyptische Menschenrechtsgruppen und Journalisten verfasst haben.

(epd)

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