Symbolbild Petition
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19.06.2017

Pax christi übergibt Bischöfen Unterschriften gegen Kürzungen Sparen am falschen Ende?

Sie wehren sich nach Kräften gegen die Minderung finanzieller Mittel: Nun hat die katholische Friedensbewegung pax christi den deutschen Bischöfen an diesem Montag fast 9.000 Unterschriften gegen die Kürzung von Zuschüssen übergeben.

In der von der Bundesvorsitzenden Wiltrud Rösch-Metzler in Berlin überreichten Petition werden die Bischöfe aufgefordert, ihre Pläne "aufzuheben", den Zuschuss aus Kirchensteuermitteln von 60.000 Euro pro Jahr demnächst zu streichen.

Zudem sollten sie pax christi "stärker als bisher ideell, materiell und finanziell im gewaltfreien Einsatz um den Frieden" unterstützen.

Erste "konstruktive Gespräche"

Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, würdigte die "geschätzte Arbeit" von pax christi und verwies auf inzwischen erfolgte erste "konstruktive Gespräche". Der Beschluss der Bischöfe stehe im Gesamtkontext der notwendigen Sparmaßnahmen. Langendörfer sagte zugleich, derzeit dauerten die Beratungen noch an, bei denen noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Nach derzeitigem Stand stellte er der deutschen Sektion der internationalen katholischen Friedensbewegung für 2018 "wahrscheinlich das bisherige Zuschussvolumen" erneut in Aussicht.

Kritik an Kürzungsplänen

Die Bischöfe hatten 2005 mit Blick auf künftig vermutlich sinkende Kirchensteuereinnahmen beschlossen, den Haushalt des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD), der Rechtsträger der Bischofskonferenz ist, Schritt für Schritt abzusenken. In diesem Zusammenhang waren zuletzt Pläne auf Kritik gestoßen, die Zuschüsse für pax christi zu streichen.

Nach der Kritik an den Kürzungsplänen hatte der VDD im März angekündigt, seine Sparbeschlüsse zu überdenken. Der sogenannte Verbandsausschuss solle noch einmal mit den betroffenen Institutionen sprechen und darüber im Juni berichten, hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx betont. In der Regel gehe es dabei aber um Zuschüsse für die Zeit ab dem Jahr 2020, so Marx, und nicht um Gelder für dieses oder für das nächste Jahr.

Wie finanziert sich pax christi?

Von den insgesamt sechs Milliarden Euro Kirchensteuern aus dem Jahr 2015 überwiesen die 27 Bistümer zwei Prozent (120 Millionen Euro) an den VDD für die gemeinschaftlichen Aufgaben, zu denen bisher auch die Unterstützung für pax christi gehört.

Nach eigenen Angaben hat die Organisation in Deutschland rund 5.000 Mitglieder und finanziert sich auf Bundesebene zu 80 Prozent durch Mitgliedsbeiträge und Spenden und zu 20 Prozent aus dem Beitrag des VDD.

(KNA)

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