Festivalbesucher jubeln vor der Hauptbühne bei "Rock am Ring"
Festivalbesucher jubeln vor der Hauptbühne bei "Rock am Ring"

20.05.2017

Anlaufprojekt der katholischen und evangelischen Kirche bei "Rock am Ring" Rock mit Gott

Mit dem Projekt "Gott am Ring" ist auch die Kirche auf dem größten Rockmusik-Festival Deutschlands vertreten. Warum Rock und Gott gut zusammenpassen, erklärt Matthias Beer, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land im Interview.

domradio.de: Kirche bei einem Rockfestival. Passt das?

Matthias Beer (Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land): Wir finden, das passt ganz wunderbar. Kirche gehört dahin, wo Leben ist, wo etwas passiert, wo Menschen sind und da ist "Rock am Ring" nicht der schlechteste Anlaufpunkt.

domradio.de: Der Veranstalter bringt Bands wie Rammstein und die Toten Hosen auf die Bühne, also echte Rockgrößen. - Was haben Sie alles geplant?

Beer: Wir haben dagegen ein ganz ruhiges Angebot. Einfach, weil es eine laute Veranstaltung ist, wo ganz viel passiert, wo viele Emotionen sind, wo viel gefeiert wird, haben wir uns entschieden, so weit es möglich ist, einen Ort der Stille anzubieten. Einen geschützten Raum, wo man sich einfach mal hinsetzen kann, über Gott und die Welt reden kann, mal durchatmen kann, und dann hinterher wieder weiterfeiern.

domradio.de: Über was sprechen Sie mit den Jugendlichen? Was sind die Anliegen?

Beer: Wir können da auch nur Vermutungen anstellen, weil jeder und jede kommen kann, was sie beschäftigt oder interessiert an "Gott am Ring". Wir können aber aus den Erfahrungen der Kollegen und Kolleginnen, die das letztes Jahr in Mendig durchgeführt haben, schon so ein bisschen absehen, wo es hingeht. Es geht um Kleinigkeit, wie: Ich habe meine Gruppe verloren, ich finde das Rote Kreuz nicht, bis hin zu Trennungen oder größeren Problemen. Und auch immer wieder war die Fragestellung im Raum: Was wollt Ihr als Kirche hier bei "Rock am Ring? Seid ihr etwa alle gläubig? Habt ihr alle etwas mit Gott am Gut?

domradio.de: Und was antworten Sie dann?

Beer: Dass wir natürlich etwas mit Gott am Hut haben. Dass wir da sein wollen, wo die Menschen sind und dass wir eine offene Tür beziehungsweise ein offenes Zelt haben. Und dass wir dasein wollen, wenn Not am Mann ist.

domradio.de: Auf dem Festival sind ja viele betrunkene junge Menschen. Bei so einer Atmosphäre besteht da nicht die Gefahr, dass die Sie nicht ernst nehmen?

Beer: Wir glauben schon, dass es eine gute Chance ist, in Kontakt zu treten. Ob es der richtige Ort ist für tiefgreifende Seelsrogegespräche im klassischen Sinne wage ich auch zu bezweifeln, aber es ist der richtige Ort, um nochmal zu sagen: Hallo, Leute, wir sind zugewandt, wir sind da, wir interessieren uns für euch! Und ich glaube, dafür ist es der richtige Anlass.

Das Interview führte Tobias Fricke.
(dr)

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