Unterstützung im Krankenhaus
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07.04.2017

Katholische Krankenhäuser begrüßen Kompromiss bei Pflegeberufen Der große Wurf ist nicht gelungen

Der Katholische Krankenhausverband hat die Einigung bei der Reform der Pflegeberufeausbildung als ersten Schritt gewürdigt. Man begrüße das sogenannte "Generalistikgesetz", auch wenn mit diesem nicht der "große Wurf" gelungen sei.

"Wir begrüßen, dass das Generalistikgesetz nun zustande gekommen ist, das diesen Namen trägt - auch wenn der große Wurf nicht gelungen ist, den wir uns gewünscht haben", sagte die Sprecherin des Katholische Krankenhausverbands, Bernadette Rümmelin, am Freitag in Berlin. Nun müssten die Inhalte genau definiert werden, um die Pflege zukunftsfest zu machen.

Im monatelangen Ringen um die Pflegeausbildung hatten sich die Bundestagsfraktionen von Union und SPD am Donnerstag auf einen Kompromiss geeinigt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) lobte das Ergebnis. Ihr sei vor allem wichtig, dass die Frauen und Männer in der Pflege die verdiente Wertschätzung erhielten.

Kein Einzelabschluss in der Krankenpflege mehr

Künftig soll in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen generalistischen Ausbildung beginnen. Nach zwei Jahren können die Auszubildenden entscheiden, ob sie die generalistische Ausbildung fortsetzen oder im Bereich der Kinderkranken- oder Altenpflege den bisherigen Abschluss wählen. Einen Einzelabschluss in der Krankenpflege soll es nicht mehr geben.

Nach sechs Jahre soll dann endgültig über die neue Ausbildungsform entschieden werden: Haben mehr als 50 Prozent den generalistischen Abschluss mit Schwerpunkt gewählt, sollen die eigenständigen Berufsabschlüsse auslaufen. Über die Abschaffung oder die Beibehaltung soll der Bundestag befinden. Alle Ausbildungswege sollen unterschiedslos über einen gemeinsamen Ausbildungsfonds finanziert werde.

Kompromiss von SPD und CDU

Grundlage der Einigung soll nach Angaben des SPD- Vize-Fraktionsvorsitzenden Karl Lauterbach der Kompromissvorschlag sein, auf den er sich Ende März mit dem Vize-Fraktionsvorsitzenden der Union, Georg Nüßlein (CDU), geeinigt hatte. Seinerzeit gab es aber wohl noch Diskussionsbedarf in der SPD-Fraktion, weshalb Nüßlein zunächst allein vor die Presse trat.

Die Bundesregierung hatte eine Reform bereits vor mehr als einem Jahr beschlossen. Das Gesetz sah unter anderem vor, die drei bislang getrennten Ausbildungswege zur Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einer dreijährigen generalistischen Ausbildung zusammenzufassen und ein einheitliches Berufsbild als Pflegefachkraft zu etablieren. Gegen dieses Modell gab es erheblichen Widerstand innerhalb der Union, aber auch von Arbeitgebern und Gewerkschaften.

(KNA)

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