Das Eingangstor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei" der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

25.03.2017

Entsetzen über Gruppe von Nackten vor früherem KZ Auschwitz "Empörend und inakzeptabel"

Entsetzen über einen Zwischenfall am früheren NS-Konzentrationslager Auschwitz: Dort hat eine Gruppe von mehreren Personen am Tor mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei" ein Schaf getötet, sich nackt ausgezogen und aneinandergekettet.

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau teilte auf Twitter mit, der Sicherheitsdienst sei sofort eingeschritten. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Die polnische Zeitung "Gazeta Krakowska" (Samstag) berichtete, es handele sich um Männer und Frauen im Alter von 20 bis 27 Jahren. An das Tor hängten sie demnach ein weißes Tuch mit dem roten Schriftzug "Love" (Liebe). 

Das Motiv der Gruppe ist noch unklar. Die Zeitung sprach von inoffiziellen Informationen, wonach die jungen Menschen auf diese Weise gegen den Krieg in der Ukraine protestieren wollten.

"Respektlos gegenüber den Opfern"

Die Gedenkstätte betonte: "Auschwitz für Kundgebungen oder Happenings zu missbrauchen, ist empörend und inakzeptabel." Dies sei "respektlos gegenüber der Erinnerung an alle Opfer des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers".

Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten Deutsche dort mehr als 1,1 Millionen Menschen; die meisten von ihnen waren Juden. Fast 40 Prozent der registrierten Häftlinge waren Polen.

Das Museum am Rand der Kleinstadt Oswiecim besteht seit 1947. Auf dem fast 200 Hektar großen Gelände befinden sich gut 150 Gebäude und rund 300 Ruinen. Seit 1979 steht der gesamte Lagerkomplex Auschwitz-Birkenau auf der Welterbeliste der Unesco.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hatte im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnet: 2,05 Millionen Menschen besichtigten 2016 das ehemalige deutsche Vernichtungslager im Süden Polens, wie das Staatliche Museum im Januar mitteilte. Die Besucherzahl lag demnach im vergangenen Jahr deutlich über dem bisherigen Höchststand von 1,72 Millionen Menschen aus dem Jahr 2015. Noch bis 2001 hatten jedes Jahr weniger als eine halbe Million Menschen das Museum besichtigt. Im Jahr 2007 hatte die Besucherzahl erstmals die Millionenmarke überschritten.

(KNA)

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