Katholische Hilfswerke im Jahr 2017 - missio

Religionsfreiheit sowie "Flucht und Vertreibung"

Die Schwerpunkte "Religionsfreiheit" sowie "Flucht und Vertreibung" setzen die beiden Hilfswerke missio Aachen und missio München in ihren Vorhaben für das neue Jahr. Burkina Faso steht im Mittelpunkt zum "Sonntag der Weltmission" im Oktober.

missio Münschen nimmt "Flucht und Vertreibung" in den Fokus / © Filip Singer (dpa)
missio Münschen nimmt "Flucht und Vertreibung" in den Fokus / © Filip Singer ( dpa )

Dabei wollen die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München vor allem die Lage der Frauen in dem westafrikanischen "Land der Aufrechten", was der Ländername übersetzt bedeutet, beleuchten. 

Das Land stand zuletzt 2014/2015 wegen eines gewaltsamen Regierungsumsturzes in den Schlagzeilen und wurde 2016 durch einen islamistischen Terroranschlag erschüttert. Zugleich zählt Burkina Faso mit seinen 19 Millionen Einwohnern zu den 10 ärmsten Ländern der Erde. Neue Protagonistin der "Aktion FURCHTLOS", mit der sich missio München für starke Frauen weltweit einsetzt, ist Sr. Yvonne Clemence Bambara. Sie engagiert sich für Frauen, die Zwangsheirat und Gewalt ausgesetzt sind.

Einsatz für Religionsfreiheit bei missio Aachen

In diesem Jahr will missio Aachen weitere Schwerpunkte im Einsatz für Religionsfreiheit setzen. Dabei wird die Situation der Christen und anderer Minderheiten im indischen Bundesstaat Odisha (früher Orissa) im Mittelpunkt stehen. An Weihnachten 2007 und im August 2008 - also vor rund zehn Jahren - wüteten im Bezirk Kandhamal des Bundesstaates Hindu-Nationalisten vor allem gegen christliche Dalits und Adivasi, die Kastenlosen und Tribals in Indien.

Aus diesem Anlass startet missio Aachen eine Kampagne, um Unterstützung für das gefährdete Recht auf Religionsfreiheit der Christen und anderer Minderheiten in Indien zu mobilisieren. Zum Thema Flucht setzt missio Aachen einen neuen, zweiten Flucht-Truck ein, der in Deutschland unterwegs sein wird. Er informiert mit einem "begehbaren Videospiel" über Fluchtursachen und die Folgen für die Menschen. Schließlich ruft missio Aachen 2017 zum "Handysammeljahr" aus. Alte Handys werden für das Recycling gesammelt, um so auf das Thema Konfliktmineralien aufmerksam zu machen. Im Kongo werden im Kampf um Rohstoffe für die globale Handyherstellung massiv Menschenrechte verletzt. Die katholische Kirche kümmert sich mit ihrer sozial-pastoralen Arbeit um die Opfer dieser Verletzungen. 

Schwerpunkt "Flucht und Vertreibung" bei missio München

Auf den Schwerpunkt "Flucht und Vertreibung" konzentriert sich missio München in den kommenden Monaten. Dabei steht die Bekämpfung von Fluchtursachen vor Ort im Mittelpunkt. Über Projekte im Bereich Bildung, Frauenförderung und Friedensarbeit zielt missio München darauf ab, die Lebensbedingungen in den von Binnenflucht stark betroffenen Regionen Ostafrikas zu verbessern und den Menschen eine Perspektive in ihren Heimatländern zu bieten. Zugleich soll die Hilfe in Ländern wie Libanon, Irak und Syrien verstärkt werden.

Die Lernausstellung "missio for life", die Schülern einen interaktiven Einblick in Lebenswirklichkeiten in Projektländern bietet, wird 2017 erstmals auch in der Schweiz auf Tour gehen. Bereits 2016 war sie in Österreich unterwegs. 2017 wird missio München ein zusätzliches Lernmodul für das gefragte multimediale Lernerlebnis entwickeln.


Quelle:
KNA