Medienbischof Gebhard Fürst und die Preisträger des Katholischen Medienpreises 2016
Medienbischof Gebhard Fürst und die Preisträger des Katholischen Medienpreises 2016

14.11.2016

Katholische Bischöfe verleihen Medienpreise "Journalistisch WERTvoll"

Den Katholischen Medienpreis 2016 haben die "Schwäbische Zeitung" und der Journalist Christian Wölfel erhalten. Zudem ehrte die Deutsche Bischofskonferenz sechs weitere Beiträge aus Zeitung, Hörfunk und Fernsehen als "journalistisch WERTvoll".

Die beiden Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro. Eingereicht waren 223 Beiträge. Das Redaktionsteam der "Schwäbischen Zeitung" wurde für die Artikelserie "Menschenwürdig leben bis zuletzt" geehrt. Sie behandelte Themen wie Sterbebegleitung, Hospizarbeit und Palliativversorgung. In über 40 Beiträgen in Mantel- und Lokalteilen, online und im Regionalfernsehen sowie bei Diskussionen leuchteten die Redakteure die Problematik aus.

Bei einer Weihnachtsspendenaktion wurden 180.000 Euro für Hospizgruppen und Hospize gesammelt. Dies zeige, was eine Regionalzeitung "aller Unkenrufe der Branche zum Trotz an Wirkung entfalten kann", so Laudator Patrik Schwarz, Herausgeber von "Christ & Welt" und geschäftsführender Redakteur der "Zeit" am Montag in Berlin.

Auszeichnung für KNA-Redakteur

In der Kategorie Elektronische Medien ging der Preis an Christian Wölfel, Chef vom Dienst der "Rundschau" des Bayerischen Fernsehens und Redakteur der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er wurde für seinen Film "Kirchenasyl und dann? - Vom Bangen, Hoffen und Warten" ausgezeichnet. Die frühere rbb-Intendantin Dagmar Reim lobte, Wölfel sei es "meisterhaft gelungen", das Thema "nie voyeuristisch, nie sensationsgeil" nahezubringen.

Seit 2003 wird der Katholische Medienpreis jährlich von der Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) und dem Katholischen Medienverband (KM.) ausgeschrieben. Der katholische "Medienbischof" und Vorsitzende der Preisjury, Gebhard Fürst, erklärte, der Preis solle "werteorientierten Qualitätsjournalismus" stärken. Der KM.-Vorsitzende Ulrich Peters bezeichnete solchen Journalismus als "Grundnahrungsmittel" für Kirche und Gesellschaft.

Die undotierte Auszeichnung "journalistisch WERTvoll" ging in der Kategorie Printmedien an Dominik Stawski und Ingrid Eißele für den "Stern"-Beitrag "Der Mörder dieses Mädchens könnte bald freikommen. Aber soll er das?". Geehrt wurde zudem Lara Meißner für eine Artikelserie in der Würzburger "Main-Post" zur Schulintegration.

Im Bereich Elektronische Medien erhielten die Auszeichnung: Nicola Albrecht für den ZDF-Film "Leben in der Falle - Die vielen Gesichter Gazas" sowie Nina und Oliver Buschek für das Radio-Feature "Fünfzig Prozent Zukunft. Unser Leben mit der Huntington-Krankheit" im Bayerischen Rundfunk. Bedacht wurde auch Jeannine Apsel für den Film "Neuanfang in Hamburg - Vom Flüchtling zum Flüchtlingshelfer" in ZDFInfo. Darüber hinaus erhielt Jan Lindenau mit dem Team 17 der Axel Springer Akademie die Auszeichnung für das Internetprojekt "Je reste Charlie. Warum wir weitermachen. Müssen", erschienen unter www.jerestecharlie.eu/de.

(KNA)

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