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Frauen in Spitzenpositionen
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19.03.2016

"Equal Pay Day" Gleiche Arbeit = Weniger Geld

Der "Equal Pay Day" setzt sich für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein. Zwischen den Gehältern klafft immer noch eine große Lücke.

Verbände und Gewerkschaften haben zum "Equal Pay Day" mehr Engagement für Lohngerechtigkeit angemahnt. Die riesige Lohnlücke zwischen Frauen und Männern von über 20 Prozent sei ein Skandal, sagte DGB-Vize Elke Hannack am Freitag in Berlin vor einer Kundgebung am Brandenburger Tor: "Wir brauchen weitere Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit."

Unter dem Motto "Recht auf mehr" riefen die Organisatoren die Bundesregierung auf, das Lohngerechtigkeitsgesetz der Bundesfrauenministerin auf den Weg zubringen. Nur so könnten Frauen in den Betrieben wirksam vor Entgeltdiskriminierung geschützt werden, sagte die Gewerkschafterin.

Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, sagte, Frauen müssten raus aus der Teilzeitfalle. "Was zunächst eine funktionierende Maßnahme für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein kann, wird zur Teilzeitfalle, wenn keine Möglichkeiten bestehen, die Arbeitszeiten wieder zu erhöhen." Buls forderte einen Rechtsanspruch auf Aufstockung der Teilzeit sowie auf befristete Teilzeit. "Das geplante Gesetz für mehr Entgeltgleichheit ist ein erster wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit", sagte auch ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Der Gesetzentwurf will Teile der Bundesverwaltung und Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten verpflichten, betriebliche Verfahren zur Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit zu verankern.
"Das wäre ein erster großer Schritt zur Herstellung von Transparenz über die Gehaltsstrukturen im Betrieb und damit zur Überwindung der Entgeltlücke", erläuterte Nutzenberger. Allerdings sei es problematisch, dass die Verpflichtung nicht für kleinere Betriebe gelten soll, denn auch dort arbeiteten viele Frauen.

Der "Equal Pay Day" markiert den Termin, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, damit sie auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen kommen.

(epd)

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