Lehrerin im Unterricht
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11.02.2016

Katholische Lehrerinnen gegen "Inklusionslehrer" in NRW "Wirkungsloses Vorhaben"

An der geplanten Ausbildung sogenannter "Inklusionslehrer" in Nordrhein-Westfalen hat der Verband katholischer deutscher Lehrerinnen (VkdL) scharfe Kritik geübt.

Notwendig sei vielmehr eine "behindertenspezifische Ausbildung" der Pädagogen, erklärte die VkdL-Bundesvorsitzende Roswitha Fischer in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme an den Düsseldorfer Landtag. Dort wird derzeit eine Änderung des Lehrerausbildungsgesetzes beraten.

Vorgesehene Inklusionsausbildung belaste Regelschulen

"Was sich zur Zeit an den Schulen als "Inklusion" abspielt, grenzt an Kindesmisshandlung und benachteiligt behinderte Kinder", heißt es in der Stellungnahme des Verbandes. Die Folgen dieser offenkundigen Missstände würden später beim Übergang der Inklusions-Schüler in die Berufsausbildung sichtbar, hieß es. Die in dem neuen Gesetzentwurf für die Lehrerausbildung vorgesehene Inklusionsausbildung belaste nur die Regelschulen und bleibe für Schüler mit Behinderung wirkungslos.

Dauer des Vorbereitungsdienstes wieder anheben

Zugleich treten die katholischen Lehrerinnen dafür ein, die Dauer des Vorbereitungsdienstes für Lehrkräfte wieder auf 24 Monate anzuheben. Angesichts der sehr heterogenen Lerngruppen mit sonderpädagogischem Förderbedarf erscheine eine Vorbereitung auf inklusives Lernen in 18 Monaten als "illusorisch". Außerdem müssten künftige Lehrer dafür ausgebildet werden, Flüchtlingskinder mit großen Sprachdefiziten und Traumata zu unterrichten. Deshalb müsse der Vorbereitungsdienst für alle Lehrämter 24 Monate dauern.

Katholisches Büro in NRW ohne Bedenken

Dagegen hat das Katholische Büro gegen die geplante Änderung der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen keine Bedenken. Eine Rückfrage unter den betroffenen Bistümern habe ergeben, dass den beabsichtigten Änderungen zur gezielten Ausbildung für die Inklusion, Sekundarschulen, Ganztagsunterricht und multiprofessionelle Teams "aus kirchlicher Sicht im Grundsatz zugestimmt" werden könne, teilte der Leiter des Katholischen Büros, Antonius Hamers, dem Landesparlament am Donnerstag mit.

(KNA)

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